Freilichtspiele Der Traum von der täglichen Pfannkuchentorte

Pettersson und Findus sind nach wie vor Lieblinge des Publikums – das war auch auf der Klosterwiese in Adelberg so.
Pettersson und Findus sind nach wie vor Lieblinge des Publikums – das war auch auf der Klosterwiese in Adelberg so. © Foto: Staufenpress
Adelberg / Patricia Jeanette Moser 13.07.2017
Das Potsdamer Theater „Poetenpack“ bot in Adelberg unterhaltsames Kindertheater.

Jeden Tag Geburtstag haben, jeden Tag Geschenke bekommen und jeden Tag Pfannkuchentorte essen – dieser Vorstellung von Kater Findus konnten die vielen Kinder im Klosterpark Adelberg bestens folgen. Das Theaterensemble Poetenpack aus Potsdam gastierte mit der Inszenierung von „Petterson und Findus“ im Rahmen der Freilichtspiele Adelberg.

Das Stück nach dem Buch von Sven Nordqvist wurde von Dagmar Leding für die Bühne bearbeitet. Kein Puppentheater wie so oft, sondern eine Vorstellung mit richtigen Schauspielern durften die Kinder und Erwachsenen in dieser Nachmittagsvorstellung erleben. Ansprechende Kulissen boten alles, was die Kinder aus der Buchillustration her kennen. Das falunrote schwedische Haus, die Kommode von Petterson, den Hühnerstall, die Gartenbank, den Brunnen vor dem Haus und vieles mehr. Die Freilichtbühne auf der Klosterwiese direkt vor der Ulrichskapelle bot reichlich Platz für die Schauspieler, die diesen auch nutzten.

Reiner Gabriel gab als Petterson den schrulligen älteren Herrn mit unendlicher Geduld. Felix Isenbügel als Kater Findus war so erfinderisch und quirlig wie im Buch. Ganz reizend waren die gackernden Hühner, die stets zu allem ihren Senf dazugaben und von Clara Schoeller zum Leben erweckt wurden. Arne Assmann war mal als Sänger und Musikant, mal als Petterssons nerviger Nachbar Gustavsson zu sehen.

Alles in allem erlebten die Besucher unter der Regie von Janet Kirsten ein kurzweiliges Stück. Das ewige Suchen nach Zutaten für die Pfannkuchentorte dauerte gut eine halbe Stunde und wurde doch nie langweilig. Die Kinder ließen sich ins Geschehen hineinziehen und folgten dem Bühnengeschehen aktiv. Pettersons „zündende“ Idee, den Nachbarn Gustavsson hereinzulegen und ihm die Lust an der Fuchsjagd zu verderben, kam besonders gut an. Ein kleiner Effekt mit Rauch und Knall zeigte große Wirkung bei den Kindern. Untermalt von pfiffigen Liedern gestaltete sich das Theaterstück auch musikalisch sehr unterhaltsam.

Nach einer knappen Stunde war der Nachmittag mit „Petterson und Findus“ zu Ende und die Kinder durften Bühne und Kulissen stürmen. Da wurden Türen geöffnet und mal nach hinten geschaut. Ein Erinnerungsbild mit den Hauptdarstellern auf der Gartenbank war ebenfalls möglich. Geduldig stellten sich die Schauspieler dem Ansturm und lächelten in die vielen Kameras der Eltern, Omas und Opas. Zuvor gab es verdienten Applaus vom Publikum. Patricia Jeanette Moser