Der Autor

SWP 13.04.2012

Schuld und Sühne ist das große Thema von Christian Buchholz (68) aus Dürnau. Geboren in Schwiebus an der damaligen Reichsgrenze zu Polen und aufgewachsen in Neckartenzlingen, hat ihn die Schuld der Väter tief geprägt. "Zeit unseres Lebens und noch das der Enkelkinder wird es eine Aufgabe bleiben, mit der Schuld umzugehen, die 70 Millionen Deutsche mitverantwortet haben, und zwar kritisch", sagt er. Er selbst hat sich dieser Aufgabe im Kuratorium der Aktion Sühnezeichen von 1989 bis 2011 und im Stiftungsrat der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz gestellt - letzteres bis heute. Engagiert war er auch als Vorsitzender des württembergischen Pfarrvereins von 2001 bis 2011. Um das Sühnekreuz in Dürnau bemühte er sich als 2. Vorsitzender der örtlichen Kulturinitiative - auch um Kultur im Dorf zu bewahren. "Dürnau hat ganz wenig alte Kulturgüter." Beruflich tätig war der Theologe, der in Hamburg und Tübingen studiert hat, als Pfarrer in Stuttgart, als Lehrbeauftragter der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, als Studienleiter in der Evangelischen Akademie Bad Boll, als Schuldekan für den Raum Kirchheim-Nürtingen und später für den Kreis Göppingen und Kirchheim.