Blindverkostung Den besten Glühwein auf der Waldweihnacht gekürt

Göppingen / Evelyn Krix 12.12.2018
Wo gibt es den besten Glühwein und wo den besten Punsch auf der Göppinger Waldweihnacht? Zehn Tester haben sich durch die verschiedenen Sorten probiert und die Gewinner gekürt.

„Schmeckt wie warmer Apfelsaft“, sagt Dominique Schalla aus Wangen zur zweiten Probe beim NWZ-Glühwein- und Punschtest. Die 30-Jährige testet sich mit vier weiteren Jurorinnen zum besten Punsch auf der Göppinger Waldweihnacht. Die fünf Frauen schmecken lieber Gewürze statt Alkohol, sind sie sich einig. „Fruchtig und eine Note Weihnachten“, kommentiert Tina Holz, die wegen ihrer Schwangerschaft in diesem Winter auf Glühwein verzichtet, eine Probe. Noch zwölf weitere Punsche haben die Jurorinnen vor sich.

Jeder einzelne Schluck der Glühwein- und Punschproben wird von der Jury der Blindverkostung analysiert. „Würzig“, „recht fruchtig“, aber auch „grässlich“ oder „leer“ steht auf den Notizzetteln der Teilnehmer. Nur die drei besten Stände werden auf der Göppinger Waldweihnacht mit einer Urkunde prämiert und dürfen diese als Qualitätsmerkmal an ihren Stand aufhängen.

Der Tag des Tests ist für die Gastronomen eine Überraschung: Sie sollen das anbieten, was es auch an anderen Tagen gibt. Die Chance für den Test, noch einen besseren Glühwein oder Punsch zu kaufen oder zuzubereiten, sollen sie nicht haben. Schummeln ist verboten. „Alle, die Glühwein ausschenken machen mit“, sagt Oliver Sihler vom Verein „göppingercity“, der den Test gemeinsam mit der NWZ veranstaltet. Neugierig, erfahren und kritisch: Die Glühweinschlürfer Veronika Lutz, Wolfgang Klein, Petra Leibing, Dennis Holz und Susanne Heffner sind sich bei fast allen Weinen einig. Klein hat zweimal null Punkte verteilt, bei anderen acht:  „Der absolute Hammer ist es noch nicht geworden. Das, was ich mir unter einem Glühwein vorstelle, Weingeschmack, Gewürze, fruchtig, nicht zu süß, dieses Abgerundete beim Glühwein – das ist mir bis jetzt nicht widerfahren.“ Manchmal fehle Weihnachten im Geschmack. Ein Wein habe nach nichts geschmeckt, ein anderer „als ob er schlecht wäre“, sagt Heffner. Lutz findet die Unterschiede faszinierend – von lecker über bitter bis fad ist alles dabei. „Die selbstgemachten Glühweine mit einfachem Wein, Orange und Gewürzen sind für mich die besten.“

Bei Team Glühwein ist die achte Probe ein echter Gaumenschmeichler. „Der war fruchtig, nicht zu süß. Zimt und Orange waren drin“, fasst Heffner zusammen. Bei Probe 13 gehen die Meinungen auseinander, aber Leibing steht zu ihrem Favorit: „Einfach gut vom Geschmack – würzig, gehaltvoll, richtige Süße“. Beide Glühweine gewinnen den Wettkampf: Probe 13 landet auf dem dritten Platz und ist vom „Café Tresor“. Den zweiten Platz holt der Glühwein vom „Café Sichtbar“. Und wenn es nach den Testern geht, gibt es den besten Glühwein beim „Hüttenschmankerl“ von Alwino Weiß. „Ihr kriegt alle einen Glühwein“, sagt er vor Freude zur Jury und lädt nochmal ein. „Seit fünf Jahren warte ich drauf und jetzt habe ich ihn endlich mal.“ Bereits 2017 wurde er für den besten Glühwein mit dem zweiten Platz prämiert. Den besten Punsch gibt es den Juroren nach bei „Zum Stadtbesen“. „Der hat einfach die beste Mischung – Fruchtig, weihnachtlich, nicht zu süß“, meint Michelle Heffner. Auf Platz zwei und drei folgen das „Café Tresor“ und „Paul’s“.

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