Nach den Todesfällen in der Klinik am Eichert in Göppingen, die im Zusammenhang mit dem wiederholten Ausbruch von VRE-Keimen (Vancomycin-resistenter Enterokokken) standen, wurde das Verfahren nun eingestellt. Das teilt die Staatsanwaltschaft am Freitagmorgen mit.

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Staatsanwaltschaft spricht von fünf Fällen

Zu den Todesfällen war es im Zeitraum vom 12. März 2017 bis zum 16. Januar 2018 in der Klinik gekommen. In der Pressemitteilung, die die Staatsanwaltschaft am Freitagmorgen verschickte, ist die Rede von fünf Todesfällen, die im Zusammenhang mit VRE-Keimen stehen könnten. Bislang hatte die Klinik lediglich zwei solcher Fälle eingeräumt.

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Die Prüfung, ob die Infektionen durch Fehler bei der Behandlung oder Pflege der Patienten eintraten, war Gegenstand mehrerer Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Ulm. Ermittelt wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

„Trotz umfangreicher kriminalpolizeilicher Ermittlungen und der Hinzuziehung von Sachverständigen konnte nicht mehr nachvollzogen werden, wann und wie sich die Patienten mit den VRE-Infektionen infiziert haben“, heißt es in der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft. Zudem müsse bei den schwerkranken Patienten offenbleiben, ob die VRE-Infektionen ursächlich für deren Tod war.

Infektionswege nicht geklärt

Da schon die Infektionswege nicht sicher geklärt werden konnten war auch nicht festzustellen, ob die Infektionen durch das Klinikpersonal oder organisatorische Maßnahmen der Klinikleitung hätten verhindert werden können, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Das Ermittlungsverfahren wurde deshalb eingestellt.

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