Reihe Das Netzwerkfrühstück kommt auf den Prüfstein

Göppingen / Susann Schönfelder 17.07.2018

Es ist zweieinhalb Jahre her, dass das Netzwerkfrühstück an den Start ging. Das neue Format löste den Gründerclub ab, der davor seit 2009 bestanden hatte und Nachfolger der Gründergrotte war. Das Treffen zu früher Stunde soll Existenzgründer und junge Unternehmer zusammenbringen, Austausch mit Gleichgesinnten und Kontaktpflege fördern. Vor dem Start rechnete Gernot Imgart, stellvertretender Geschäftsführer der IHK-Bezirkskammer Göppingen, mit 50 bis 60 Leuten. Mittlerweile hat sich die Zahl der Interessierten auf sechs bis zehn pro Treffen eingependelt. „Es funktioniert. Ich bin grundsätzlich zufrieden. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass mehr kommen“, sagt Imgart. Im Initiatorenkreis werde man sich daher Gedanken über die Zukunft des Netzwerkfrühstücks machen und das Format für 2019 auf den Prüfstand stellen. Dieses Jahr sei auf jeden Fall noch durchgebucht.

Das Netzwerkfrühstück für Gründer und junge Unternehmen ist eine gemeinsame Initiative von Agentur für Arbeit, Kreissparkasse Göppingen, Wirtschaftsförderung der Stadt Göppingen, Kreiswirtschaftsförderung, NWZ, Volksbank Göppingen, VHS, Wirtschaftsjunioren, Senioren der Wirtschaft, Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WIF) und IHK. Gastgeber ist jeweils einer der Initiatoren, das Frühstück findet immer von 8 bis 9.30 Uhr im Café Dolce am Spitalplatz statt.

Das nächste Treffen am Donnerstag, 19. Juli, richtet die Stadt Göppingen aus. Den Impulsvortrag  wird Stephanie Hock halten. Sie erklärt nicht nur die verschiedenen Programme und Projekte der Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg zur Unterstützung der Branche, sondern berichtet auch von Herausforderungen, typischen Fragen und Erfolgsgeschichten von Kreativunternehmen. Im Anschluss gibt es wie immer Gelegenheit zum Austausch. Da die Startschwierigkeiten für alle Existenzgründer ähnlich sind, seien Interessierte aus allen Branchen eingeladen, betont die IHK.

Auch wenn die Resonanz auf das Frühstück ausbaufähig sei – mit den Themen Existenzgründung und Selbstständigkeit insgesamt ist Gernot Imgart zufrieden. Er verzeichnet eine Zunahme der Gründer, trotz brummender Konjunktur und einer sehr guten Arbeitsmarktsituation.  Noch vor nicht allzu langer Zeit war der Trend so: Konjunktur hoch, Gründungsgeschehen runter und umgekehrt. „Seit zwei Jahren läuft das parallel“, beobachtet der stellvertretende IHK-Chef.

Imgart sieht als Grund den Hype um Start-up-Unternehmen in der Politik und in der Wirtschaft, auch die Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ habe das Thema Selbstständigkeit gepusht. So mancher Gründer sehe aber auch Chancen, sich bei guter Konjunkturlage und eben nicht in Krisenzeiten selbstständig zu machen „und kündigt einen bestbezahlten Job in der Industrie“, berichtet Imgart. Letztlich spielten auch persönliche Motive eine Rolle, da aufgrund des starken Wachstums in manchen Unternehmen auch großer Druck herrsche. Dieses positive Gründungsgeschehen spiegele sich weniger beim Netzwerkfrühstück wider, jedoch in Workshops und Beratungsgesprächen der IHK.

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