Das magische Dreieck des Geldes

SWP 12.01.2012

Was ist Geld? Einfache Frage, komplexe Antwort: Fritz Andres erläutert die Denkweise des Seminars für freiheitliche Ordnung in Bad Boll anhand "der drei Geldfunktionen".

Demnach ist Geld ein Tauschmittel (Geld gegen Ware), ein Wertmaßstab (es bewertet Waren und Dienstleistungen) und dient der Wertaufbewahrung. Daraus ergibt sich ein "magisches Dreieck der Geldfunktionen". Wenn man an der einen dreht, ergeben sich Folgen für die anderen.

Bei einer hohen Inflation, schwankenden Inflationsraten oder Deflation wie in den 30er Jahren (sinkende Warenpreise) versagt das Geld als Wertmaßstab.

Bei einer dosierten Inflation zirkuliert Geld schneller, es wird als Tauschmittel optimiert. Die anderen Funktionen werden beeinträchtigt.

"Alterndes Geld" sei ebenfalls ein "vollkommenes Tauschmittel", belasse den Geldwert, führe lediglich zu einer "gewissen Beeinträchtigung der Wertaufbewahrung".