Unter den Anbietern von Corona-Tests gibt es etliche schwarze Schafe. Vieles ist Scharlatanerie, anderes lediglich etwas umstritten, wie zum Beispiel die Antikörper-Tests, die die Ulmer Ried-Apotheke neuerdings zum Preis von 29 Euro vermarktet. Dabei gehe es nicht ums Geld, betont Apotheker Timo Ried.

Doch es existieren auch kostenlose und durchaus sinnvolle Möglichkeiten, um aufkommende gesundheitliche Zweifel auszuräumen und sich vorab qualifizierten Rat zu holen, ohne dabei gleich die Corona-Hotlines der Gesundheitsämter oder am Oster-Wochenende den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst zu behelligen.

Anonymer Online-Test auf Corona

Für eine erste Einschätzung ist der neue Corona-Test des Uni-Klinikums Giessen und Marburg zu empfehlen, wobei ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass der Service keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung ersetzt und auch keine Diagnose darstellt. Der anonyme Test namens „Covid-Online diene lediglich zur Diagnoseunterstützung“, heißt es.

  • Erfragt werden zunächst allgemeine Daten wie Größe, Alter und Gewicht. Anschließend muss man beantworten, ob man in letzter Zeit Kontakt mit Coronavirus-Infizierten oder Verdachtsfällen hatte.
  • Dann ermittelt der Selbsttest zahlreiche mögliche Symptome einer Corona-Erkrankung. Zu den Warnsignalen zählen unter anderem Husten, Fieber, Schnupfen, Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Geschmacksveränderungen.

Vorerkrankungen und Corona-Risikogruppen

  • Außerdem geht es um Vorerkrankungen, Impfungen und Rauchverhalten.
  • Nach etwa 30 Fragen erhält man ein Testergebnis mit Fallnummer, die man sich notieren sollte.
  • Es wird angezeigt, wie hoch die Corona-Wahrscheinlichkeit ist, und zu welcher Risikogruppe man gehört.
  • Auch eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen liefert der Test: „Warten Sie zunächst weiter ab“, hieß es zum Beispiel im Selbstversuch.

„Wenn Sie sich aktuell schwer krank fühlen oder unsicher mit der Einschätzung der Applikation sind, suchen Sie bitte umgehend medizinische Hilfe auf“, so der ausdrückliche Hinweis am Ende.

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Göppingen

So schätzt Gesundheitsminister Manne Lucha die Corona-Lage ein

Manne Lucha, der Gesundheitsminister in Baden-Württemberg, sieht das Land im Kampf gegen das Coronavirus auf einem guten Weg – und hofft weiter auf die Disziplin der Bürger.