Für die kommenden Osterfeiertage empfiehlt der ADFC Kreisverband Göppingen, auf lange Radtouren und auch auf ausgedehnten Radsport zu verzichten. Die „kleine Hausrunde“ halten die Mitglieder des Radclubs hingegen für legitim und auch aus gesundheitlichen Gründen sowie als Maßnahme gegen Lagerkoller sinnvoll.

Die momentan geltenden Vorschriften (Mindestabstand 1,50 Meter, keine Gruppenfahrten) seien selbstverständlich ebenso zu berücksichtigen wie eine entspannte, rücksichtsvolle Fahrweise, teilt Thomas Gotthardt, Vorstandsmitglied des Kreis-ADFC mit. Der Fahrradclub freut sich über alle Neuaufsteiger, mahnt aber zu Rücksicht und zur Einhaltung der Regeln zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie.

Lange Radtouren „nicht erwünscht“

ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn sagt: „Erlaubt ist es in allen Bundesländern, notwendige Fahrten zur Arbeit oder zum Einkaufen mit dem Rad zu erledigen. Auch die kleine Hausrunde mit dem Rad ist nach unserer Rechtsauffassung überall möglich, wenn man sie allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts macht. Lange Radtouren sind nicht erwünscht. Und auch ausgedehnter Radsport sollte nicht mehr im Freien stattfinden.“

Wer mit dem Rad eine Runde dreht, um frische Luft zu schnappen und in Bewegung zu bleiben, sollte beliebte Ausflugsziele und Strecken meiden. Dort wird es nach Einschätzung des ADFC besonders schwierig, die vorgeschriebenen Abstände zwischen Personen einzuhalten. Huhn: „Auch wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte ein Ausweisdokument dabei haben, um den Wohnort nachweisen zu können.“

Überregionale Radtouren wegen Corona teilweise verboten

Mehrtägige Radreisen müssen auf die Zeit nach Corona verschoben werden. Überregionale Touren sind ausdrücklich verboten, wenn sie in Gebiete führen, die für den Tourismus gesperrt sind. Dazu gehören Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und weitere Regionen in Deutschland. Für Sportler kann E-Cycling eine Lösung sein, bei dem man auf dem Rollentrainer zu Hause vor dem Bildschirm schwitzt. Einige touristische Regionen bieten virtuelle Exkursionen an, zum Beispiel Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Der ADFC appelliert an alle Radfahrenden, rücksichtsvoll und mit den vorgeschriebenen Abständen unterwegs zu sein. Huhn: „Die schlechte Radinfrastruktur darf keine Ausrede dafür sein, langsamer Fahrende oder Fußgänger zu bedrängen.“ An Autofahrer appelliert der ADFC, Radfahrende mindestens mit dem auch unter Normalbedingungen vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von 1,50 Meter zu überholen.“

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