• Zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet
  • Die 7-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner im Landkreis betrug am Mittwoch 114,7
  • Die Nachweise über eine Infektion mit der britischen Virusvariante nehmen deutlich zu
Das Gesundheitsamt hat am Mittwoch zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Landkreis seit Beginn der Pandemie stieg auf 161. Damit sind innerhalb der vergangenen Woche – seit 10. März – sechs Personen gestorben, die zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

Sechs Corona-Infizierte in einer Woche gestorben

Wie das Landratsamt mitteilt, handelt es sich um vier Männer und zwei Frauen. Von den Männern waren drei über 80 und ein Mann über 90 Jahre alt. Bei den Frauen handelt es sich um eine über 70- und eine über 80-Jährige. „Von den sechs Todesfällen stehen zwei im Zusammenhang mit einer Pflegeeinrichtung im Landkreis“, betonte Holger Bäuerle, Pressesprecher im Göppinger Landratsamt.
Aktuell habe das Virus in zwei Pflegeeinrichtungen bei Bewohnern und Mitarbeitern nachgewiesen werden können. Derzeit seien insgesamt drei Bewohner und Pflegekräfte positiv getestet. Weitere Befunde stünden aus.

Weitere Zahlen für den Kreis Göppingen heute, Donnerstag, 18.03.2021

Die Fallzahlen im Landkreis steigen weiter: Das Gesundheitsamt registrierte am Mittwoch  77 neue Corona-Infektionen. Seit Beginn der Pandemie wurden damit insgesamt 7840 Personen positiv auf das Virus getestet. Davon sind laut Statistik 7293 Menschen wieder genesen und 161 Personen gestorben. 386 Personen sind aktuell nachweislich mit dem Virus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner im Landkreis beträgt 114,7 (Vortag: 101,9).
„Die täglichen Fallzahlen steigen seit einigen Wochen an“, sagt Holger Bäuerle. Die Nachweise über eine Infektion mit der britischen Virusvariante hätten deutlich zugenommen, sodass inzwischen bei knapp 80 Prozent der Fälle eine Virusmutation nachgewiesen werden konnte. Das Gesundheitsamt sieht darin weiterhin eine „besorgniserregende Entwicklung“. Es bestehe die Gefahr, dass die Infektionsketten bei weiter steigenden Fallzahlen nicht mehr vollständig nachvollzogen werden könnten.

Impftermine mit Astrazeneca im KIZ Göppingen abgesagt

Vom Bund waren Anfang der Woche alle Impfungen mit Astrazeneca gestoppt worden. Aktuell seien außerdem bis einschließlich Montag, 22. März, keine weiteren Termine buchbar. Davon sei auch das Kreisimpfzentrum in Göppingen betroffen, so Bäuerle. Alle für Mittwoch und Donnerstag vereinbarten Impftermine mit Astrazeneca seien abgesagt worden.
Die Betroffenen wurden – sofern möglich – per E-Mail oder Telefon darüber informiert. Der Pressesprecher des Landkreises erläutert: „Mittlerweile hat das Land festgelegt, dass die von der Absage betroffenen Impfberechtigten auf eine Warteliste des Landes kommen sollen und zu einem späteren Zeitpunkt wegen eines erneuten Impftermins kontaktiert werden.“ Um die durch die Absagen frei werdenden Kapazitäten im Kreisimpfzentrum effektiv nutzen zu können, habe das Organisations-Team des Kreisimpfzentrums Personen telefonisch kontaktiert, die das 80. Lebensjahr vollendet haben und im Februar auf der Warteliste des Landes registriert wurden. „Hierdurch können an diesen beiden Tagen mehr als 600 zusätzliche Impfungen einer besonders vulnerablen Gruppe durchgeführt werden“, sagt Bäuerle.
Bis Mittwoch wurden insgesamt rund 15 000 Impfungen durch das Kreisimpfzentrum sowie die Mobilen Impfteams im Landkreis vorgenommen. Welche Personengruppen jeweils aktuell impfberechtigt sind sowie weitere Fragen zum Thema Corona-Impfung  werden auf der Homepage des Landkreises beantwortet.

Aktuelle Fallzahlen aus den Alb-Fils-Kliniken

  • Klinik am Eichert Göppingen: 26 positive Fälle, 11 Verdachtsfälle, davon 4 beatmungspflichtig
  • Helfenstein-Klinik Geislingen: 10 positive Fälle, 2 Verdachtsfälle (Quelle: Alb-Fils-Klinken, Stand: 18.03.2021, 8.15 Uhr)