In den beiden Kliniken des Landkreises wird nach der ambulanten jetzt auch die stationäre Versorgung wieder hochgefahren. Das geht aus einer Pressemitteilung der Alb-Fils-Kliniken hervor. Nachdem seit vergangener Woche die ambulante Versorgung der Klinik am Eichert in Göppingen und der Helfenstein-Klinik in Geislingen, schrittweise wieder geöffnet worden sei, werde seit gestern auch die stationäre Versorgung wieder langsam hochgefahren, heißt es in dem Papier. „In Anbetracht der gegenwärtig rückläufigen Entwicklung der Corona-Fallzahlen sowie der Intensität unserer Maßnahmen zum Schutz der Patienten und unseres Personals werden wir in Abstimmung mit dem Landratsamt und dem Gesundheitsamt des Kreises Göppingen die medizinische Versorgung in allen Bereichen wieder öffnen“, sagt der Medizinische Geschäftsführer der Alb Fils Kliniken, Dr. Ingo Hüttner.

Operationen und Untersuchungen wieder möglich

Neben der ambulanten und der stationären Versorgung im Bettenhaus werden auch wieder planbare Eingriffe, Operationen und Untersuchungen durchgeführt. Dabei wird sehr behutsam vorgegangen werden. „Wir kehren natürlich nicht sofort zum Normalbetrieb zurück, sondern werden die Öffnung schrittweise durchführen und täglich evaluieren, ob unser Vorgehen gerechtfertigt ist“, erklärt Hüttner. Auch werden an der Versorgung der Corona-Patienten keine Abstriche gemacht: „Die Öffnung der ambulanten und stationären Bereiche wird so umsichtig erfolgen, dass wir bei einem erneuten Anstieg der Zahl an Corona-Patienten unverzüglich in den Corona-Modus zurückkehren können“, betont der Geschäftsführer. Entsprechend werden für diesen Patientenkreis weiterhin ausreichend Intensiv- und Beatmungskapazitäten vorgehalten. Um eine Rückkehr in den Corona-Modus gewährleisten zu können, werden auch die bisher im Zuge der Krise eingeführten Maßnahmen aufrechterhalten.

Kreis Göppingen

Corona-Zelte am Eingang bleiben stehen

„Die grundlegenden organisatorischen und sicherheitsrelevanten Maßnahmen, die wir getroffen haben, wie etwa bei der Wegeführung und den Anmeldeprozessen, werden beibehalten“, erklärt der kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Schmid. „Auch unsere beiden Zelte am Standort Göppingen, das Lotsenzelt als derzeit zentraler Eingang zur Klinik und das Triagezelt zur Erstbehandlung von Infektionsverdachtsfällen, bleiben bestehen.“ Das gilt ebenso für die neu eingerichteten Strukturen in der Helfenstein-Klinik in Geislingen. Wie schon bei der schrittweisen Öffnung der Ambulanzen zu Beginn der vergangenen Woche wird die stationäre Versorgung bei planbaren Untersuchungen und Operationen zudem vorerst nur auf Abruf erfolgen. „Das bedeutet, dass die Patienten nicht einfach vorbeikommen, sondern von uns telefonisch kontaktiert werden und einen Termin erhalten“, erklärt Wolfgang Schmid. Die Lotsen im Göppinger Lotsenzelt beziehungsweise am Geislinger Lotsenpunkt seien über diese Termine informiert und könnten die Patienten dann zügig in die vorgesehenen Bereiche lenken.

Die Notfallversorgung und die Aufnahme von Patienten, welche über Arztpraxen zur stationären Versorgung eingewiesen werden, sind ebenfalls weiter sichergestellt.

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Begleitperson nur aus medizinischen Gründen


Besuchsverbot Das für alle Kliniken in Baden-Württemberg geltende Besuchsverbot bleibt in Kraft. Alle Patienten betreten daher die Klinik grundsätzlich ohne Begleitpersonen. Nur wenn aus medizinischen Gründen eine Begleitung notwendig sein sollte, darf maximal eine weitere Person in die Klinik.

Mundschutz Ebenso verpflichtend sind sind in den Alb-Fils-Kliniken das Tragen eines Mund-Nasenschutzes und die regelmäßige Händedesinfektion.