In Göppingen sind am Mittwochvormittag sechs neue Corona-Fälle bekannt geworden.
Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt hat die Pressestelle des Landratsamts inzwischen bestätigt, dass fünf der neuen Infektionen aus der Statistik mit den aktuellen Testreihen an zwei Schulen und einer Kita in Zusammenhang stehen. Betroffen sind Klassen an der Wilhelm-Busch-Schule im Stadtzentrum und an der Grundschule Holzheim sowie eine Gruppe im Kinderhaus Pfiffikus, das sich ebenfalls in Holzheim befindet.
In dem Stadtbezirk haben sich lediglich die beiden Verdachtsfälle vom Wochenende bestätigt. Weitere Erkrankungen sind in Holzheim nicht dazu gekommen. Dennoch steht an der Grundschule eine vierte Klasse mit 16 Kindern und zwei Lehrkräften unter Quarantäne. Auch für die Kontaktpersonen an der Kita gilt eine 14-tägige Isolation zu Hause.

37 negative Tests an der Göppinger Wilhelm-Busch-Schule

Bei Abstrichen an der Wilhelm-Busch-Schule wurde über den Fall vom Wochenende hinaus bei zwei weiteren Kindern das Corona-Virus nachgewiesen. Getestet worden waren die Mitschüler aus der betroffenen Gruppe, das Lehrpersonal sowie Kontaktpersonen aus dem Schulbus. Bei jeweils einem Kind aus der Klasse und aus dem Schulbus fiel das Ergebnis positiv aus. Daher wurden für alle Mitschüler und das Lehrpersonal eine 14-tägige Quarantäne angeordnet, da es sich um Kontaktpersonen ersten Grades handelt.

Abgestrichen wurde am Mittwoch außerdem die Klasse des positiv getesteten Kindes, das sich vermutlich im Schulbus infiziert hat. Alle bis Donnerstagnachmittag eingegangenen Testergebnisse – 37 an der Zahl – waren negativ. Die Ergebnisse der am Donnerstag erfolgten Abstriche (alle anderen Schülerinnen und Schüler sowie das Lehr- und Betreuungspersonal) an der Wilhelm-Busch-Schule liegen voraussichtlich bis Freitag vor.

Unklare Infektionsketten an der Wilhelm-Busch-Schule

Da die Quelle der Ansteckungen an der Wilhelm-Busch-Schule trotz Hygienekonzept nicht eindeutig bestimmt werden kann, und auch die Infektionsketten nicht vollständig nachvollziehbar sind, werden am Donnerstag alle Schülerinnen und Schüler sowie das Lehr- und Betreuungspersonal vom Gesundheitsamt getestet. Bis Ergebnisse vorliegen soll die Einrichtung, die vom Kreis betrieben wird, vollständig geschlossen bleiben.

Die Wilhelm-Busch-Schule ist ein SBBZ (sonderpädagogisches Bildungs-und Beratungszentrum) mit Förderschwerpunkt Sprache. Die frühere Bezeichnung war Sprachheilschule.

Schließung von Klassen und Gruppen wegen Corona

Laut OB Till wird es an den Einrichtungen in städtischer Trägerschaft hingegen voraussichtlich bei einer Schließung von Klassen und Gruppen bleiben. Die Bildungseinrichtungen als Ganzes sollen geöffnet bleiben. Das Gesundheitsamt habe „sachgerechte und kompetente Eingrenzungen“ vorgenommen, so das Stadtoberhaupt in einer ersten Stellungnahme.
Bei den inzwischen bestätigten Corona-Verdachtsfällen vom vergangenen Wochenende handelt es sich um drei Kinder einer erkrankten Mutter, die an den genannten Schulen und an der Kita untergebracht sind.

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