In den Kliniken und Pflegeheimen im Landkreis bleiben wegen des Coronavirus für Besucher viele Türen geschlossen. In der Klinik am Eichert und der Geislinger Helfensteinklinik etwa gilt die Maßgabe: Pro Tag und Patient nur noch ein Besucher. Noch strikter geht das Christophsbad vor: Hier dürfen Patienten gar keine Besucher mehr empfangen.

Coronavirus Göppingen Göppingen vor dem Stillstand

Kreis Göppingen

„Im Interesse des Schutzes aller Beteiligten bitten wir Angehörige und Freunde unserer Patienten, von jeglichen Besuchen in unseren Einrichtungen bis auf weiteres Abstand zu nehmen“, sagt Christophsbad-Geschäftsführer Dr. Joachim Stumpp. Dies sei am Freitag beschlossen worden. Ebenfalls als Schutzvorkehrungen würden alle öffentlichen Veranstaltungen des Christophsbads zunächst bis 31. März eingestellt.

Hausverbot für Besucher aus Risiko-Gebieten

Ähnlich ist die Situation in den Pflegeheimen: Die Stiftung Haus Lindenhof, die in Wäschenbeuren das Kardinal-Kasper-Haus und in Salach das Pflegeheim St. Josef betreibt, teilt mit: „Wer sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet laut Robert-Koch-Institut aufgehalten hat oder Kontakt mit Corona-Infizierten hatte, darf das Haus nicht betreten.“

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Wilhelmshilfe geht noch strikter vor

Grundsätzlich keine Besucher dürfen mehr die Häuser der Wilhelmshilfe betreten. Geschäftsführer Matthias Bär schränkt aber ein: „Den engsten Angehörigen will ich nicht ausschließen.“ Dies sieht auch seine Kollegin aus dem Geschäftsführenden Vorstand, Dagmar Hennings, so: „Das müssen wir aber im Einzelfall entscheiden: Was ist unbedingt notwendig? Und in einer Sterbephase ist es anders, keine Frage.“ Die Tagespflege der Wilhelmshilfe wird ab Dienstag geschlossen, analog zur Schließung der Schulen und Kitas. „Die Entscheidung der Landesregierung, Schulen und Kindergärten zu schließen, trifft auch die über 100 Pflegeeltern und Großtagespflegestellen im Kreis Göppingen“, teilt unterdessen der Tagesmütterverein mit. Die Betreuung der Kinder werde an die Regelung des Landes angeglichen und damit ab Montag vorübergehend eingestellt. In dringenden Betreuungssituationen bei Ärzten, Pflegepersonal und anderen in der Krisensituation tätigen Menschen könnte es jedoch eine „Not­betreuung“ geben.