Binnengewässer wie Flüsse und Seen bergen nach Ansicht der Wissenschaft ein relativ hohes Risiko für Corona-Ansteckungen. Das sagt der spanische Virologe Javier Cantón von der Universidad Autónoma in Madrid. Möglicherweise könnten sich die Viren leicht über unbehandeltes Süßwasser ausbreiten, während sie durch Chlor im Schwimmbad schnell abgetötet würden. Eine gewisse Infektionsgefahr sei jedoch am Beckenrand sowie an Geländern von Badetreppen vorhanden.

Bad im Meer mit geringem Corona-Risiko

Für noch besser hält Cantón hingegen ein Bad im Meer, denn es gebe klare Hinweise darauf, dass der Krankheitserreger unter Einfluss von Salzwasser und UV-Strahlung der Sonne nicht überleben könne.
Während es für Frei- und Hallenbäder oder Mineralthermen in Baden-Württemberg noch keinen Freigabetermin gibt, sind von Göppingen aus die nächstgelegenen Badegewässer der Plüderhäuser See, der Waldhäuser See (beide Ostalbkreis) sowie der Bissinger See und der Bürgersee/Untersee im Raum Kirchheim/Teck.

Urlaub 2020 trotz Corona möglich

Wer das Baden im trüben Heimatgewässer zu gefährlich findet, der hat seit Mittwoch übrigens wieder bessere Chancen auf eine Reise ans Meer im sonnigen Süden. Mit Deutschlands Nachbarn wurde ein Fahrplan für die Öffnung der Grenzen vereinbart, und in Länder wie Griechenland, Spanien oder Kroatien sind spätestens für den Hochsommer so genannte „Tourismus-Korridore“ im Gespräch. Die EU empfiehlt eine schrittweise Wiederherstellung der Reisefreiheit innerhalb von Europa.

Corona Urlaub 2020 Urlaub in Deutschland - oder vielleicht sogar im Ausland?