Göppingen Christophsbad bleibt auf Expansionskurs

Bauplatz in der Christian-Grüninger-Straße (v.l.): Geschäftsbereichsleiter Dr. Christoph Wagner, die Architekten Peter Koczor und Till Fischer, die Geschäftsführer Bernhard Wehde und Oliver Stockinger sowie Dagmar Jungblut-Rassl, Leiterin des Christophsheims.
Bauplatz in der Christian-Grüninger-Straße (v.l.): Geschäftsbereichsleiter Dr. Christoph Wagner, die Architekten Peter Koczor und Till Fischer, die Geschäftsführer Bernhard Wehde und Oliver Stockinger sowie Dagmar Jungblut-Rassl, Leiterin des Christophsheims. © Foto: Christophsbad
Göppingen / SWP 13.07.2018
Privatklinik gibt weitere 15 Millionen Euro aus. Die Großbaustelle für ein neues Gebäude des Christophsheims läuft.

Im Grünen, hinter dem Klinikum, nahe der Michaelskirche und mit Blick auf den Hohenstaufen, haben Bagger und Raupen die Baugrube bereits ausgehoben.  Auch das Fundament für ein weiteres Gebäude des Christophsheims ist schon gelegt. Das geht aus einer Mitteilung des Christophsbads hervor. Bereits im April begannen die Bauarbeiten für das zweiflüglige Gebäude mit vier Wohngruppen für jeweils 24 Bewohner. Insgesamt 96 Bewohnern wird der neue Standort ein Zuhause bieten. Der weitere Standort des Christophsheims warte mit Einzelzimmern mit Sanitärbereich, mit Rückzugs- und Sportbereichen sowie mit einer Caféteria auf. 15 Millionen Euro sind nach Angaben der Privatklinik für den Neubau vorgesehen, der im dritten Quartal 2019 eröffnen soll.

Hinter dem Neubau stehe die Erkenntnis, dass Lebensqualität, Privatsphäre und das Zusammenleben von Bewohnern eines Hauses durch Gebäude, deren Ausstattung, ihren Wohn- und Zweckqualitäten, Strukturen, Ausrichtung und Gestaltung stark geprägt werde, erklärt der Träger der neuen Einrichtung. Ganz besonders gelte dies für ein Wohnheim – ein Wohnheim für Menschen mit psychischen Erkrankungen – wie das Christophsheim.

Mit dem Neubau gehe das Christophsbad als Träger des Christophsheims zusammen mit der Heimleitung weiter konsequent den Weg der stetigen Qualitätsverbesserung, der durch die Gesellschafter des Christophsbads ermöglicht wird, welche die Investition tragen.

Architektur, Raumgestaltung und Ausstattung haben Einfluss auf das soziale Klima der dort lebenden und arbeitenden Menschen. „Entsprechend des Leitsatzes des Christophsheims – Miteinander leben – voneinander lernen – sind Erfahrungen und Impulse von Mitarbeitern, Leitung und Bewohnern in die Planung eingeflossen. Die Ausstattung und die durchdachte Konzeption wird die Wohn- und Arbeitsbedingungen gleichermaßen verbessern und das ist für alle Beteiligten sehr wichtig“, sagt Bernhard Wehde, Geschäftsführer des Christophsheims und Sprecher der Geschäftsführung des Christophsbads.

„Neben den Einzelzimmern sowie vielen sinnvollen Funktionsräumen haben wir  auf eine hochwertige Wohnqualität für unsere Bewohner geachtet. Der Neubau des Christophsheims bietet ein deutliches Plus an Funktionen und Errungenschaften, beispielsweise die Sport- und Rückzugsbereiche.“

 „Im August 2016 haben wir die Entscheidung zum Neubau getroffen und die Architekten beauftragt. Zum Wohle unserer Bewohner haben wir uns gemeinsam mit den Mitarbeitern ausführlich und intensiv mit den Anforderungen an den Neubau beschäftigt, um die Funktionen des neuen Gebäudes zu definieren. Dabei konnten wir von unseren Erfahrungen aus der Vielzahl der Baumaßnahmen der letzten Jahre profitieren, die allesamt durch unsere Gesellschafter unterstützt wurden“, erklärt Oliver Stockinger, Geschäftsführer des Christophsbads.

„Um die Tagesstruktur der Christophsheim-Bewohner zu stärken und das Normalitätsprinzip zu unterstützen, ermöglicht die neue hauseigene Caféteria, neben der Arbeitstherapie auf dem Freihof, eine sinnvolle Beschäftigung unter professioneller Anleitung“, betont Dagmar Jungblut-Rassl, Heimleiterin der Einrichtung. „Daneben soll die Caféteria besonders einladend für Gäste und Besucher gestaltet werden, auch um das Kontakthalten leicht zu machen.“

 Die bestehenden Gebäude des Christophsheims am Park werden in einem zweiten Schritt mit entsprechendem Standard umgebaut. „Der Wohnbereich L/M in Haus 7 im Osten des Klinikgeländes wird  dann komplett geschlossen und nicht mehr für Bewohner genutzt werden, die anderen Wohnbereiche werden um- und ausgebaut“, sagt Geschäftsbereichsleiter Dr. Christoph Wagner.

Wenn  die Gebäude  an den zwei Standorten des Christophsheims fertig sind, übertreffen sie die Anforderungen der Landesheimbauverordnung.

Die Privatklinik Christophsbad und das Christophsheim

Das Klinikum Christophsbad in Göppingen ist ein Krankenhaus für Neurologie einschließlich regionaler Stroke Unit, Frührehabilitation und Schlaflabor, für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit einer über 165-jährigen Tradition. Es besteht, zusammen mit der geriatrischen Rehaklinik Göppingen ud der orthopädischen Rehaklinik Bad Boll, aus acht Kliniken mit ambulanten, teil- und vollstationären Bereichen.

Angegliedert an das Klinikum ist das Christophsheim, ein spezialisiertes Wohnheim für psychisch sowie neurologisch kranke Erwachsene. Die vier Standorte befinden sich in Göppingen, Geislingen und Bad Boll im Landkreis sowie in der Privat-Patienten-Klinik in Stuttgart.

Die Klinikgruppe und das Christophsheim beschäftigen nach eigenen Angaben bei über 960 Betten beziehungsweise Plätzen rund 1500 Mitarbeiter.

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