Mehrere Treffen des Kreises "Christlich-Islamische Gespräche" hatte es zwischen 2009 und 2014 gegeben. Nach dem Tod einer treibenden Kraft, Pfarrer Rudolf Lughofer, war die Initiative auf Eis gelegen.

Die Wiederaufnahme der Gespräche sind eine weitere Antwort auf den Anschlag auf die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo". Nachdem islamistische Terroristen mehrere Redakteure der Zeitschrift erschossen hatten, beteten Muslime und Christen im Januar auf dem Marktplatz in Göppingen gemeinsam für den Frieden. Ein weiterer Schritt aufeinander zu ist der Gesprächskreis: "Persönliche Beziehungen sind das beste Mittel zur Verständigung, zur differenzierter Wahrnehmung und zu Vertrauensaufbau", schreibt der Referent des katholischen Dekanats, Felix Müller.

Die Teilnehmer an den "Christlich-Islamischen Gesprächen" wollen sich mit der Stadt Göppingen an dem bundesweiten Projekt "Demokratie leben!" beteiligen. Ziel der Initiative ist es, sich mit "islamistischen Orientierungen und Handlungen" auseinanderzusetzen, die sich gegen die Demokratie oder den Rechtsstaat richten.