Kreis Göppingen CDU-Arbeitskreis punktuell mit Grünen einig

Kreis Göppingen / PM 11.06.2012
In seiner Kritik an der Polizeireform sieht der CDU-Arbeitskreis Polizei jetzt eine punktuelle Übereinstimmung mit Grünen-Abgeordneten.

Einzelne Bereiche der Polizeireform überdenken: Dafür wirbt der CDU-Arbeitskreis Polizei im Landkreis in der aktuellen Phase der Diskussion. Er unterstützt die Aussagen der beiden Grünen-Politiker Jörg Matthias Fritz und Jürgen Filius, was die Reformüberlegungen zur Bereitschaftspolizei betrifft. "Ich freue mich, dass die beiden Abgeordneten es genau so sehen wie wir, nämlich dass die Bereitschaftspolizei in ihrer jetzigen Struktur - Ausbildung und Einsatz an allen fünf Standorten - sehr gut aufgestellt ist", so der Vorsitzende des CDU-Arbeitskreises, Rainer Staib.

Bestehende Praxisnähe während der Ausbildung, übergreifende Ressourcennutzung, aber vor allem der Aspekt unnötiger Fahrtstrecken von Auszubildenden und Einsatzkräften seien Argumente, welche nicht von der Hand zu weisen sind, betont Staib. Hier müssten sich - vor dem Hintergrund steigender Spritpreise und Umweltbelastungen - die politischen Vertreter noch einmal Gedanken machen, fordert der AK-Vorsitzende.

Man dürfe auch nicht die Wirkung unterschätzen, die eine Ausbildungsmöglichkeit, verteilt an fünf Standorten im Land, habe: "Der Polizeiberuf lebt von der Nähe der Ausbildung zu seinen künftigen Bewerbern", so Rainer Staib. "Viele Kollegen wären heute nicht bei der Polizei, wenn sie zuerst einmal viele Hundert Kilometer zum Ausbildungsort hätten fahren müssen", so Staib weiter. In diesem Zusammenhang unterstützt der CDU-Arbeitskreis auch die Kritik des Abgeordneten Fritz an der Budgetierung der Spritkosten. "Jeder Streifenwagen, der im Land unterwegs ist, sorgt für ein subjektives Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung", so Rainer Staib.

Weiter zeigte sich der CDU-Arbeitskreis erfreut darüber, dass sich Vertreter einer Regierungspartei mit den Mitarbeitervertretern auseinandersetzen und die Gewerkschafter zu einem Gespräch eingeladen hätten.

Wenn es den Bedarf einer solch umfassenden Reform überhaupt gäbe, dann stehe für den Polizisten Rainer Staib eine sozialverträgliche Umsetzung an oberster Stelle. Diese dürfe auch nicht dem etwaigen Einhalten eines Zeitplanes geopfert werden, fordert er.

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