Gestern Abend in der Zeller Gemeindehalle. Es herrscht gespannte Stille, als der amtierende Bürgermeister und Wahlleiter Werner Link  um 18.40 Uhr mit einem Zettel vor die Zuhörer tritt. Zwar waren zuvor schon erste Zahlen aus Kreisen der Wahlhelfer durchgesickert, doch nun wird es offiziell: Christopher Flik hat bei der Bürgermeisterwahl mit einem Stimmenanteil von 82,5 Prozent seinen Konkurrenten Daniel Vollmer deklassiert, der nur 13,1 Prozent erhielt. Der 26-jährige Flik wird damit in dem 3100-Einwohner-Ort für die kommenden acht Jahre auf dem Chefsessel im Rathaus der Voralbgemeinde Platz nehmen, den Werner Link nach 32 Jahren räumt. Von den 2604 Wahlberechtigten war bei Temperaturen weit jenseits der 30 Grad aber nur etwa jeder Zweite zur Wahl gegangen. Die Beteiligung lag bei 52,2 Prozent.

Deutliches Ergebnis

Die Deutlichkeit des Ergebnisses habe ihn überrascht, sagte ein strahlender Wahlsieger Christopher Flik, nachdem Link ihm ein Begrüßungspaket überreicht hatte und der erste Gratulantenstrom abebbte. Es sei schließlich nicht alltäglich, dass zwei Bewerber mit Verwaltungserfahrung antreten. Er freue sich aber über den engagierten und sehr fairen Wahlkampf und auf die anstehenden Aufgaben. Nach seinem Amtsantritt, der vermutlich im September folgen wird, werde er mit dem neu gewählten Gemeinderat in Klausur gehen, um das in der Gemeinde äußerst kontrovers diskutierte Thema Stadionbau weiter zu verfolgen. Für den Stadionbau hatte es bei einem Bürgerentscheid im April nur eine hauchdünne Mehrheit von wenigen Stimmen gegeben. Weitere wichtige Themen in Zell, die er angehen werde, seien die Kinderbetreuung und die Busverbindungen, sagte der klare Wahlsieger. Im übrigen werde er sich auch an sein Versprechen halten, nach Zell zu ziehen, sagte  der ledige 26-Jährige, der derzeit hauptamtlicher Ortsvorsteher im nahen Jesingen ist.

Daniel Vollmer klar unterlegen

Der klar unterlegene Daniel Vollmer hatte vor der Auszählung noch von einem „guten Gefühl“ gesprochen, das er in den vergangenen Tagen aus den Reihen der Zeller erhalten habe. Nach der Ergebnisbekanntgabe wirkte er dann nicht sonderlich zerknirscht, gab aber zu, dass er sich etwas mehr Stimmen „erhofft und erträumt“ hatte. Sein Engagement in seinem Heimatort Zell, beispielsweise im Jugendhaus, werde er nun aber selbstverständlich weitermachen.

Das könnte dich auch interessieren:

Unglück bei Altpapiersammlung Traktor landet im Bach

Sparwiesen

Das Wahlergebnis in absoluten Zahlen


Wahlberechtigte: 2604
Abgegebene Stimmen 1367
Chrsitopher Flik: 1120
Daniel Vollmer 178
Andere: 54