Kreis Göppingen Bündnis will Zeichen gegen Nazis setzen

Kreis Göppingen / HEL/ZEE 05.04.2012
Vor dem Hintergrund der für Samstag geplanten Kundgebungen der rechtsextremen NPD im Landkreis hat das Bündnis "Kreis Göppingen Nazifrei" zu Gegendemonstrationen in Geislingen und Göppingen aufgerufen.

Vor dem Hintergrund der für Samstag geplanten Kundgebungen der rechtsextremen NPD im Landkreis hat das Bündnis "Kreis Göppingen Nazifrei" zu Gegendemonstrationen in Geislingen und Göppingen aufgerufen. Ziel sei "ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus, gegen Rassismus und gegen die menschenverachtenden Parolen der Nazis", betonte Bündnis-Sprecher Alex Maier.

Der NPD-Landesverband hat zeitversetzte Versammlungen mit rund 60 bis 80 Teilnehmern in Geislingen, Süßen, Eislingen, Göppingen, Uhingen, Plochingen und Esslingen angemeldet. Auch die rechtsextremen "Autonomen Nationalisten" in Göppingen rufen zu dem "Aktionstag gegen Zeitarbeit und Kapitalismus" auf.

In Göppingen steht die Gegenaktion unter dem Motto "Nazis die kalte Schulter zeigen". Mit Bannern und "Sichtschutzwänden" will das Bündnis ab 12 Uhr verhindern, "dass die menschenfeindlichen Zurschaustellungen der Nazis ein Publikum finden".

Die Polizei hat sich nach eigenen Angaben auf Samstag "vorbereitet". Die Stadt Göppingen will heute klären, wo die Rechtsextremen demonstrieren dürfen und wo nicht. In engem Kontakt mit dem Landratsamt, den anderen Rathäusern und der Polizei steht man auch in Eislingen, Süßen und Uhingen. Der Eislinger OB Klaus Heininger will verhindern, dass die Rechtsradikalen an ihrem ursprünglich geplanten Versammlungsort an der Ecke Haupt- und Ebertstraße aufmarschieren dürfen. "Wir versuchen, aus Verkehrs- und Sicherheitsgründen die Demonstration auf einen anderen Platz, nämlich den Kronenmarkt umzulegen", sagt er. Auch in Süßen werden die Neonazis nicht in die Stadtmitte marschieren, betont Bürgermeister Marc Kersting: "Wir haben Wochenmarkt, außerdem werden die Stände für den Ostermarkt aufgebaut. Die Innenstadt ist auf jeden Fall Tabu."

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel