Gerade noch hatte man das Gefühl von Spätsommer: Kaffeetrinken im Freien, Mittagessen draußen in der Sonne, T-Shirt statt Wintermantel. Und jetzt ist es plötzlich soweit: Die Göppinger Waldweihnacht steht vor der Tür. Am Donnerstag, 29. November, verwandelt sich die Innenstadt wieder in eine winterlich-rustikale Waldlandschaft. Der Marktplatz wird im Licht des großen Weihnachtsbaumes erstrahlen, es wird nach Glühwein und Punsch duften. An den Werktagen um die Mittagszeit wird es im Herzen der Stadt, inmitten von rund 600 Tannenbäumen, wieder voll werden, wenn sich Freunde und Bekannte treffen oder Kollegen ihre Mittagspause verbringen. Ein buntes Familienprogramm rund um das Thema „Wald“ soll dafür sorgen, dass keine Langeweile aufkommt, verspricht der Veranstalter, der Stadtmarketingverein „Göppinger City“.

Es ist bereits die zwölfte Auflage der Waldweihnacht, die kommende Woche startet. „Mit bewährtem Konzept, das wir immer etwas weiterentwickeln“, sagt Oliver Sihler, Geschäftsführer der „Göppinger City“. Gut angenommen wurde beispielsweise die Ausdehnung der Öffnungszeiten am Freitag und Samstag bis 22 Uhr. „Daher machen wir das auch in diesem Jahr so“, meint Sihler. An allen anderen Tagen ist die Waldweihnacht von 11 bis 20 Uhr geöffnet – bis auf den „Heiligen Morgen“, da ist bereits um 14 Uhr Schluss (Beginn bereits um 9.30 Uhr). An den beiden Weihnachtsfeiertagen ist die rustikale Budenstadt geschlossen.

In den meisten Städten im Land endet mit Heiligabend die Weihnachtsmarktzeit. Nicht so in Göppingen: Hier können die Besucher jedes Jahr auch noch nach den Feiertagen bummeln, in diesem Jahr bis zum 28. Dezember. Ein Modell, das sich bewährt hat und auch fortgeführt wird: „Viele Besucher kommen in diesen Tagen von außerhalb“, weiß der Chef der „Göppinger City“ aus der Vergangenheit. Die letzten Tage seien auch sehr entspannt, weil der Vorweihnachtsstress mit all den Besorgungen einfach vorbei sei. Die Besucher lösten in Ruhe ihre Gutscheine ein oder tauschten nicht passende Geschenke um.

Am Samstag beginnt der Aufbau in der Innenstadt mit den ersten Unterständen, die Holzhütten und Bäume kommen dann ab Montag an ihren Platz. Rund 35 Händler sind mit von der Partie, sagt Oliver Sihler, etwa so viele wie in den vergangenen Jahren. Jede Menge Spaß und Action wird es auch in diesem Jahr bei der traditionellen Eisstockbahn geben, ist der Geschäftsführer überzeugt. Das Gruppenspiel stelle die Geschicklichkeit unter Beweis und sei sowohl bei Alt und Jung sehr beliebt. Auch an die kleinen Besucher ist gedacht: So gibt es wieder einen Streichelzoo und ein Kinderkarussell. Auf dem Waldlehrpfad können Groß und Klein ihr Wissen testen und auffrischen. An vielen Tagen gibt es ein Bastelprogramm für Kinder, und beim Stockbrotbacken kommt auf der Waldweihnacht Lagerfeuer-Atmosphäre auf.