Kunstprojekt Schorlau schafft Skulpturen fürs Bodenfeld

Detlev Schorlau schafft Skulpturen fürs Bodenfeld: Sie stehen für die bunte Vielfalt der Menschen in der Welt.
Detlev Schorlau schafft Skulpturen fürs Bodenfeld: Sie stehen für die bunte Vielfalt der Menschen in der Welt. © Foto: Margit Haas
Göppingen / Margit Haas 02.02.2018
Holzskulpturen von Detlev Schorlau weisen Besuchern des Göppinger Stadtteils Bodenfeld schon lange den Weg. Bald werden weitere aufgestellt.

Ohrenbetäubender Lärm und Staub, der die Sicht nimmt – das „Stadtatelier“ von Detlev Schorlau hat so gar nichts von kontemplativer Ruhe, die im Allgemeinen mit einem Künstleratelier assoziiert wird. Der Künstler bearbeitet mit grobem Werkzeug große Holzstücke, aus denen am Ende seine typischen Holzskulpturen entstehen werden. „Sie sind bunt und neutral und stehen für alle Menschen der Welt“, bekräftigt der Bodenfelder.

Damit stehen sie sinnbildlich für die Bewohner des Göppinger Stadtteiles. Denn dort wohnen tatsächlich Menschen aus allen Teilen der Welt. Mit einigen der Jugendlichen hatte Detlev Schorlau auf Initiative der Jugendhilfeplanerin der Stadt, Ulrike Haas, vor ein paar Jahren in Rahmen eines Kunstprojektes bereits große Holzfiguren geschaffen, die seither die Zufahrten zum Stadtteil markieren. „Sie sind identitätsstiftend für uns“. Deshalb sollen bald weitere Figuren aufgestellt werden.

„Ein großes Anliegen ist uns das Familienwohnprojekt im Bodenfeld“, sagt der zuständige ­Mitarbeiter der städtischen ­Göppinger Wohnungsbaugesellschaft (WGG). „Wir wollen das Projekt auf einer ehemaligen Gärtnerei herausheben. Das Alte und das Neue sollen verbunden werden“.

Die neuen Holzskulpturen werden diese Verbindung schaffen. Detlev Schorlau hatte zunächst an andere, dauerhaftere Materialien gedacht. „Sie hatten sich aus verschiedenen Gründen aber nicht realisieren lassen“.

In einem leerstehenden Gebäude der Wohnbau am Göppinger Burgweg hat Detlev Schorlau vorübergehend sein „Stadtatelier“ eingerichtet. Dort arbeitet er ganz vorschriftsmäßig in Schutzkleidung, trägt eine entsprechende Brille und Gehörschutz und wird an diesem Vormittag von seinem Künstlerkollegen Jochen Riehle unterstützt. „Er hilft mir bei den gröberen Arbeiten, ich sorge für den Feinschliff“, so Schorlau.

Bereits in wenigen Wochen werden die überlebensgroßen Figuren, die die WGG in Auftrag gegeben hatte, aufgestellt werden – farblich fein abgestimmt mit den Gebäuden, vor denen sie stehen werden.

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