Unter dem Motto „Schwabenstreich 2.0“ gaben die Brass Band B10 und die im Raum Augsburg ansässige Brass Band Schwaben ein gemeinsames Konzert im Uhinger Uditorium. Die Gastband Schwaben unter der Leitung von Markus Peter, auch als die „Woodshockers“ bekannt, sind amtierender Sieger der 1. Division bei den German Open 2015. Auch die Brass Band B10 unter der Leitung von Alexander Weis hat sich durch zahlreiche Konzerte und der Teilnahme an den Deutschen Brass Band Meisterschaften fest in der Brass-Band-Szene etabliert.

Fanfaren eröffnen Konzert

Mit der Fanfare eines grandiosen Konzertmarsches eröffnete die Brass Band B10 mit 20 vor der Bühne positionierten Fanfarenbläsern das Konzert. Während dieser Konzertmarsch mit dem Titel „Grand March“ weiterlief, nahmen auch die Fanfarenbläser ihre Plätze auf der Bühne ein und führten den Konzertmarsch gemeinsam in ein fulminantes Finale. Nach einem herzlichen Applaus begrüßte Moderator Oliver Mühlig die sehr zahlreich erschienenen Zuhörer und führte sie durchs Programm. Es folgte ein anspruchsvolles symphonisches Werk: „Crusade“ aus der Feder von Rieks van der Velde, gekennzeichnet durch einige solistische Passagen im Solo-Kornett, Euphonium und Althorn.

Etwas zum Zurücklehnen und Entspannen gab es zwischendurch mit der bekannten „Hymne“ (engl. Anthem) aus dem Musical „Chess“.

Etwas brutaler ging es dann schon bei der Filmmusik aus „Der letzte Samurai“ zur Sache. Bei der Filmmusik zu „Der letzte Mohikaner“ mit dem Titel „The Gael“ kam bei der sehr geheimnisvoll anmutenden Intro ein E-Piano zum Einsatz, welches im Zusammenspiel mit einem unheimlich mysteriös vibrierenden Brass-Band-Klang den Zuhörern einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ.

Neuseelands Entdeckung

Nach dem stürmischen Finale dieses Titels nahm die Brass Band B10 unter der Leitung von Alexander Weis einen stürmischen Applaus entgegen und verabschiedete sich mit dem bekannten Jazzklassiker „Sing Sing Sing“ als Zugabe. Nach einer Pause eröffnete die Woodshockers-Brass-Band aus Augsburg unter Leitung von Markus Peter den zweiten Konzertteil mit dem Werk „Enter The Galaxies“ aus der Feder von Paul Lovatt Cooper, welches gespickt ist mit virtuosen Solopassagen. Die Moderatorin der Woodshockers, Julia Nieberle, stellte einen „hervorragenden Solisten am Euphonium“ vor: Stefan Berger. Der setzte auch gleich mit zwei Solonummern, dem lyrischen „Benedictus“ von Karl Jenkins sowie mit dem stürmisch-virtuosen Titel „A Final Fling“ aus der Feder von Philip Sparke zwei besondere Akzente.

Ebenfalls vom Komponisten Philip Sparke präsentierten die Woodshockers ein anspruchsvolles symphonisches Werk mit dem Titel „Land der Großen Weißen Wolke“. Dieses erzählt von der Entdeckung Neuseelands und der Geschichte der Maori. Mit „Riverdance“ verabschiedeten sich die Woodshockers vom begeistert applaudierenden Publikum und boten noch eine feurige Zugabe im Samba-Stil mit dem Titel „Amazonia“.

Infokasten


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Bands besuchen sich gegenseitig


Kontakte Nicht nur mit der Brass Band „Woodshockers“, sondern auch mit der in Leuven/Belgien beheimateten „United Brass“ hat die Brass Band B10 bereits Kontakte geknüpft. So wird  zum Beispiel die Brass Band B10 im Rahmen eines Gegenbesuchs vom 26. bis 28. Mai  bei „United Brass“  zu Gast sein, um am 27. Mai mit dem Sieger der 3. Division der letzten Belgischen Brass-Band-Meisterschaften 2016 ein Doppelkonzert zu spielen.