Wolfgang Berge, Stadtrat der Freien Wähler Göppingen im Gemeinderat und pensionierter EVF-Chef, nimmt Stellung zum Bericht über den Zweckverband Gigabit. Mit „Göppingen first“ werde der Beschluss des Gemeinderats gegen einen Beitritt zu diesem Zweckverband interpretiert. „Tadel soll es sein. Lob ist es“, meint Berge. Göppingen gehöre mit 35 Prozent Breitbandverfügbarkeit über Glasfaser zur Spitzengruppe aller Städte und Gemeinden in der Region Stuttgart. Das sei die Folge der Glasfaser­investitionen der EVF in der Stadt – und auch im Kreis. „Nirgends in der Region Stuttgart weist der Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mehr Glasfaserkabel aus als im Kreis“, unterstreicht Berge. Auch in der Breitband-Verfügbarkeit ab 50 Mbit/s (alle Techniken) gehöre die Stadt Göppingen mit 95 Prozent Verfügbarkeit zu den am besten versorgten Kommunen.

„Klar, dass bei diesem Stand die Region was machen muss. Wir aber haben schon was getan. Wir können das. Wir wollen das. Wir machen das“, sagt der Stadtrat. „Und wir lassen uns nicht von einem behördlichen ,Wirtschaftsförderer’ ermahnen, dass wir das unseren Bürgern ,verkaufen müssen’“, kann er sich einen Seitenhieb gegen den Wirtschaftsförderer des Landkreises, Alexander Fromm, nicht verkneifen.  „Beim Gasnetzausbau mussten wir die Bedenkenträger wegräumen. Beim Strom auch. Alles ging gut“, unterstreicht Berge.