Beim Empfang wurde von den Rednern  die Professionalität der in Deutschland in dieser Form einmaligen Einrichtung gelobt; ebenso wurde die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft beklagt, die gerade auch die Angehörigen der Blaulichtorganisationen tagtäglich am eigenen Leib zu spüren bekämen.

Die Bilanz sechs Jahre nach der seinerzeit viel diskutierten und nicht unumstrittenen Polizeireform, durch die das PP Einsatz in seiner heutigen Form erst entstanden war, falle sehr positiv aus, resümierte Präsident Ralph Papcke: „Wir haben den Wind des Wandels genutzt und uns weiterentwickelt.“ Dies bestätigte auch der Staatssekretär im Stuttgarter Innenministerium, Wilfried Klenk. In einem sehr launigen und dennoch substantiellen Vortrag lobte er die Arbeit des PP Einsatz. Dankschreiben aus der ganzen Republik erreichten sein Haus regelmäßig. „Da muss es schon gewichtige Gründe geben, wenn ein Innenminister die Polizei eines anderen Landes als einzigartig lobt“, erläuterte Klenk.

Polizeistadt Göppingen

Jede Verbesserung der Rahmenbedingungen sei daher eine Investition in die Sicherheit. Uneitel gab der Politiker zu, dass mit der Polizeireform 2014 notwendige Änderungen angegangen worden seien. Mit weiteren Reformschritten in diesem Jahr werde die Polizei weiter optimiert, bürgernäher und ortsverbundener, so Klenk weiter. Danach müsse aber „mal Ruhe“ in die Truppe kommen, sagte er in einer eingeschobenen „Ansprache an die Kollegen“ aus dem Landtag. „Jetzt lasst sie mal in Ruhe ihre Arbeit machen!“ Lob, Respekt und Anerkennung zollte er der kommunalen Seite. Die „Polizeistadt Göppingen“ bemühe sich aktiv um optimale Rahmenbedingungen.

Schnuppernde Katze auf Mäusejagd

Mit einem ersten Einblick in Szenen des momentan noch entstehenden Imagefilms machte das PP Einsatz neugierig auf den ganzen Streifen, in dem das PP Einsatz, das unlängst durch eine Mäuseplage Schlagzeilen machte, auch in Szene gesetzte Selbstironie beweisen wird: In der Schlusseinstellung läuft eine schnuppernde Katze durchs Bild.

„Wir sind anders, und ich denke, wir können es auch zeigen“, sagte Polizeipräsident Ralph Papcke. Bereits zur Begrüßung hatte Polizeivizepräsident Anton Saile erklärt, man halte sich beim PP Einsatz nicht an gängige Konventionen. „Wir können alles, auch sechs Jahre feiern“, sagte er mit Blick auf das unrunde Jubiläum.

Signal der Wertschätzung

Er sei stolz, diese „tolle Truppe“ führen zu dürfen, aber auch demütig angesichts der Verantwortung für die Menschen, die sich tagtäglich in den Dienst der Sache stellten, bekannte Papcke. Die Anwesenheit der zahlreichen Ehrengäste wertete er als Signal der Wertschätzung. Zu den „auserwählten Premierengästen“ (Polizeivizepräsident Anton Saile) zählten hochrangige Vertreter aus Politik, Verwaltung, Hilfsorganisationen, Kirche, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft.

Das PP Einsatz als „Dienstleister innerhalb der Polizei und des Landes“ sei bestens aufgestellt für die vielfältigen Aufgaben, so Papcke abschließend. Dennoch gehe das Bestreben dahin, das PP Einsatz stetig weiterzuentwickeln: „Wir ruhen uns nicht aus“, betonte Papcke, der verstärkt darauf achten will, dass seine Polizisten nicht als Beamte zweiter Klasse angesehen würden.

Besonderes Objekt zum „Schrottpreis“


Angebot Wer eine ausgefallene Geschenkidee sucht, oder sich etwas anderes statt Pool, Pflanzen oder Pergola in den großzügigen Vorgarten stellen will, der sollte beim Verkauf eines besonderen historischen Objekts zuschlagen: Der Wasserwerfer, der am 30. September 2010 in Stuttgart im Rahmen von Stuttgart 21-Protesten zum Einsatz gekommen und bundesweit bekannt geworden war, kann gekauft werden. „Zum Schrottpreis“, wie Staatssekretär Klenk berichtete, dem das Fahrzeug fürs Polizei-Museum auch angeboten worden war. ra