Gestern gab es erst einmal für die Polizeibeamten einen Tag zum Ausruhen. Von Mittwoch bis Sonntag waren 410 Polizisten und sieben Polizeireiter der Bereitschaftspolizeidirektion Göppingen beim G 20-Gipfel in Hamburg im Einsatz. An allen Brennpunkten in der Hansestadt seien die Beamten eingesetzt gewesen, auch im Schanzenviertel, dem Zentrum der Krawalle während des Gipfelwochenendes.

Wegen des Ausmaßes der Gewaltexzesse mussten von Freitag bis Sonntag weitere Polizisten aus Göppingen nachalarmiert werden, berichtet Roland Fleischer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Einsatz. Fleischer selbst war nicht in Hamburg und hat die Geschehnisse am Fernseher verfolgt. „Aus den Bildern ist ersichtlich, dass es ein sehr belastender und gefährlicher Einsatz war“, sagt Fleischer. Die Dimension der Gewalt sei erschreckend gewesen. 26 seiner Kollegen seien bei dem Einsatz verletzt worden, sie erlitten überwiegend Prellungen, Schnitt- und Schürfwunden. Auch 19 der 97 Fahrzeuge seien beschädigt worden.

In Hamburg hätten es die Polizisten mit besondererer Gewalt zu tun gehabt, erklären die SPD-Abgeordneten des Landkreises, Heike Baehrens (MdB) sowie die Landtagsabgeordneten Sascha Binder und Peter Hofelich. „Die primitive Randale und Zerstörungswut durch Kriminelle aus der autonomen Szene sind durch nichts zu rechtfertigen“, so die Abgeordneten. Die Mandatsträger fordern deshalb „null gesellschaftliche Toleranz, konsequente strafrechtliche Verfolgung und eine konsequente politische Auseinandersetzung mit dem autonomen Milieu“. Durch die Gewaltexzesse schadeten Autonome dem politischen Einsatz für mehr globale Gerechtigkeit.