Göppingen Baumbestattungen in Göppingen möglich

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PM 08.08.2012
Auf dem Göppinger Hauptfriedhof sind auch Baumbestattungen möglich. Zwölf Ulmen bilden derzeit einen Hain, der künftig erweitert werden soll.

Die reduzierte Nachfrage nach der klassischen Erdbestattung löste bei der Göppinger Friedhofsverwaltung Überlegungen aus, wie die immer größer werdenden Lücken in den Erdgrabfeldern in Zukunft zu nutzen seien. Die Idee, auf den gemeindeeigenen Friedhöfen Baumbestattungen wie in einem Friedwald anzubieten. Frei gewordenen Bereiche sollen so wieder genutzt werden.

Im vergangenen Jahr wurden im Grabfeld P des Hauptfriedhofs insgesamt zwölf säulenförmige Ulmen gepflanzt, um den ersten Auftakt für einen Bestattungshain zu geben. Zukünftige Lücken werden weitere Baumpflanzungen zulassen und den Hain vervollständigen. Ein Hain müsse sich allerdings auch in die Gesamtkonzeption des Friedhofes einfügen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Bei der neuen Bestattungsart "Familienbaum" sind nur Urnenbeisetzungen möglich, denn es ist konzeptionell ein Urnenwahlgrab. Die Hinterbliebenen können sich den Baum aussuchen, an dem die Angehörigen bestattet werden sollen. Die Nutzungsdauer ist auf 30 Jahre festgelegt und kann auf Wunsch verlängert werden. Wie im Friedwald dürfen dort keine Pflanzflächen angelegt oder Grableuchten installiert werden. Nur der Baum ist das Symbol des oder der Verstorbenen. Zulässig ist eine namentliche Kennzeichnung in einer steinernen einheitlicher Form, die am Bestattungsort nach Absprache mit der Friedhofsverwaltung angebracht werden kann.

Aktuell sind im Grabfeld P noch klassische Gräber zu finden. Im Laufe der Jahre wird sich die Fläche zu einem schlichten Ulmenhain in einer ruhigen Rasenfläche entwickeln, die von der Friedhofsverwaltung gepflegt und unterhalten wird. Die 30-jährige Nutzungsgebühr für einen von der Friedhofsverwaltung unterhaltenen Familienbaum beträgt aktuell 2400 Euro. Der Hauptfriedhof sei mit seinem teilweise über 100 Jahre alten Baumbestand ein wertvolles Biotop, teilt die Stadt mit. Nur erfolge hier keine forstwirtschaftliche Nutzung der Bäume, sondern dienen diese der Natur und der Würdigung der Ruhestätte. Das wirke sich auch positiv auf den Tierartenbestand aus. Info Weitere Infos bei der Friedhofsverwaltung, Telefon: (07161) 960980, oder beim Leiter des Referats, Henry Mutke, unter Telefon: (07161) 650-770.