Göppingen Landratsamt: Bauarbeiten in vollem Gange

Der neue Anbau des Göppinger Landratsamts wächst allmählich aus dem Boden. Das Schuler-Hochhaus im Hintergrund dominiert die Umgebung.
Der neue Anbau des Göppinger Landratsamts wächst allmählich aus dem Boden. Das Schuler-Hochhaus im Hintergrund dominiert die Umgebung. © Foto: Staufenpress
Göppingen / Von Helge Thiele 18.07.2018
Auf der Baustelle beim Göppinger Landratsamt geht’s voran: Der Anbau wächst. Erfreulich für den Kreis: Die Kosten liegen bisher im Rahmen.

Wer derzeit auf der Lorcher Straße in Göppingen am Landratsamt vorbei fährt, der sieht, dass es mit dem Anbau voran geht. Noch besser ist der Fortschritt der Bauarbeiten aus luftiger Höhe zu erkennen. Die Wände im Untergeschoss stehen schon. In einer Sondersitzung des Verwaltungsausschusses haben die Kreisräte jetzt ein zweites Ausschreibungspaket im Gesamtwert von rund 1,4 Millionen Euro beschlossen, unter anderem für die Trockenbau- und Innenputzarbeiten.

  Mitte Januar war mit dem Abbruch des alten Trakts des Landratsamts begonnen worden, in dem auch der Saal für die Kreistagssitzungen untergebracht war. Mitte April starteten die Rohbauarbeiten für den Neubau, der rund 22 Millionen Euro kosten soll. Das erste  Ausschreibungspaket hatte bereits ein Volumen von etwa 70 Prozent der Herstellungskosten des neuen Gebäudes.

Begleitet wird der Bau von dem Projektsteuerungsunternehmen Drees und Sommer. Deren Vertreterin Yvonne Allner hatte in der öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses allen Grund zu lächeln: Die Kosten liegen bisher im vorgegebenen Rahmen. „Der Topf für Unvorhergesehenes ist noch unberührt“, sagte Allner.

Parallel zu den Arbeiten am Neubau treibt die Landkreisverwaltungbereits die Planung für die Sanierung des Bestandsgebäudes (Hochhaus) voran: Für die Architektenleistungen wurde von sechs Bewerbern das Büro Kister, Scheithauer, Groß aus Köln ausgewählt und beauftragt. Das Unternehmen übergab die örtliche Bauleitung dem Göppinger Architekturbüro Gaus und Knödler. Auch die Fachplaner für die Technik stehen inzwischen fest.

Bis Ende dieses Jahres soll die Vorplanung samt Kostenschätzung abgeschlossen sein. Dann müssen die Kreisräte über die Ausführung und weitere Planung entscheiden, bevor sie im zweiten Quartal 2019 den Baubeschluss fassen sollen. Für den Herbst 2019 sind die ersten Ausschreibungen vorgesehen, so dass nach jetzigem Fahrplan zu Beginn des Jahres 2020 mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden könnte. Für die Sanierung des Bestandsgebäudes wird noch einmal mit Kosten von rund zwölf Millionen Euro gerechnet.

Bis der Anbau an der Lorcher Straße fertig ist, finden die Kreistagssitzungen im Ausweichquartier in der Göppinger Stadthalle statt. Gewöhnungsbedürftig ist dort noch die veränderte Sitzordnung. Auch die Zuhörer sitzen nicht seitlich, sondern hinter den Kreisräten.

Das ist an der Lorcher Straße geplant

Vorhaben Das 1968 eingeweihte Landratsamt wird einer Frischzellenkur unterzogen. Das Hauptgebäude soll komplett saniert werden. An der Stelle des alten Anbaus entsteht zurzeit ein dreigeschossiger Neubau mit Sitzungssaal und Büros. Auch Außenstellen der Behörde sollen künftig Platz an der Lorcher Straße finden.­

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