Finanzen Bauarbeiten fallen teurer aus

Die Gartenbauarbeiten am Spitalplatz fielen teurer aus.
Die Gartenbauarbeiten am Spitalplatz fielen teurer aus. © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / Arnd Woletz 05.01.2018
Mehrere Baustellen in Göppingen sind teurer geworden als angenommen. Der Gemeinderat segnete die Kosten ab.

An einige Baustellen, die die Stadt Göppingen im vergangenen Jahr erledigen ließ, fallen die Baukosten höher aus, weil die Aufträge wegen unvorhergesehenem Mehraufwand erweitert werden mussten. Die prozentualen Steigerungen lagen zwischen 11 und 63 Prozent. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die Begründungen der Stadtverwaltung akzetiert und die Auftragserhöhungen genehmigt.

Bei der Instandsetzung der Jebenhausener Brücke kletterten die Kosten auf gut 586 000 Euro. das sind elf Prozent über dem Plan. Es seien Leistungen nötig geworden, die zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch nicht absehbar waren, so die Begründung der Stadtverwaltung. Unter anderem mussten Schutzwände als Absicherung zu den Gleisen gebaut und neue Schrammbordbleche eingeschweißt werden. Auch Verkehrssicherung und Beschichtungsarbeiten erwiesen sich als aufwendiger als gedacht.

Bei den Garten- und Landschaftsbauarbeiten am Spitalplatz fiel die Kostensteigerung am deutlichsten aus. Der Auftrag wurde um 63 Prozent von 36 200 auf 59 300 Euro erweitert. Das sei vor allem deshalb nötig gewesen, weil der Bereich rund um die Baumstandorte mit einer massiven Betondecke überzogen waren, was erst beim Ausbau des Pflasters erkennbar geworden sei.

Um knapp 18 Prozent teurer wurden die Arbeiten zur Erschließung des Baugebiets Scheffelstraße in Holzheim und liegen nun bei 323 000 Euro. Es seien zusätzliche Belagsarbeiten in mehreren Straßen und eine Randsteinabsenkung für einen barrierefreien Fußgänger-Überweg in Auftrag gegeben worden, lautet die Begründung in diesem Fall.

Erweitert werden musste auch der Auftrag an die Firma, die die Eberhardstraße auf Höhe des Wohngebiets „Stadtgarten“ ausgebaut hat. Hier beträgt die Steigerung knapp 24 Prozent. Die Bauzeit habe sich in diesem Fall deutlich verlängert und habe über den Jahreswechsel hinaus gereicht, weil aufwändigere Leitungsarbeiten für die Energieversorgung Filstal (EVF) notwendig wurden. Der Unterbau war nicht tragfähig und musste verbessert werden. Außerdem musste wegen der Zugänglichkeit zur Tiefgarage Stadtgarten in mehreren Bauabschnitten gearbeitet werden. Außerdem seien Mehraufwendungen bei Erdarbeiten nötig geworden: Begründung: „Mögliche Bombenfunde“.

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