Die Sperrung der Landesstraße durch Hohenstaufen für schwere Lastwagen rückt näher: Die Göppinger Stadtverwaltung hat jetzt bei einem Gespräch ausgelotet, was betroffene Kommunen, Regierungspräsidium (RP) und Polizei von den Plänen halten. Unter anderem waren auch der Bürgermeister von Wäschenbeuren, Karl Vesenmaier, sein Rechberghäuser Amtskollege Reiner Ruf sowie Vertreter der Städte Lorch und Schwäbisch Gmünd bei dem Treffen dabei.

"Es gibt Ideen, die wir jetzt noch weiterentwickeln", sagte am Mittwoch Rathaus-Sprecher Olaf Hinrichsen. Doch lange soll dies nicht dauern: "Wir werden die Bürger am Montagabend beim Bürgergespräch informieren." Ab 19 Uhr will Oberbürgermeister Guido Till die Entscheidung mitteilen und erläutern.

Schon geraume Zeit wird darüber diskutiert, ob die Stadt eine Sperrung der Straße auch ohne das RP veranlassen kann. Eine Sprecherin der Stuttgarter Behörde hatte im November erklärt, wenn aus Sicherheitsgründen die Ortsdurchfahrt gesperrt würde, sei das RP außen vor - Göppingen könne in diesem Fall im Alleingang handeln. Anders sehe es beispielsweise aus, wenn die Straße aus Gründen des Lärmschutzes gesperrt werden sollte.

Das bestätigte am Mittwoch erstmals auch Rathaus-Sprecher Olaf Hinrichsen: "Das hängt damit zusammen, wer aus welchen Gründen sperrt." Bislang hatte die Stadtverwaltung noch die Ansicht vertreten, eine Sperrung ohne Zustimmung aus Stuttgart sei nicht ohne weiteres möglich.

Ein endgültiger Beschluss ist bislang noch nicht gefasst worden. Und von Seiten der Anliegergemeinden an der Bundesstraße 297 wurden bei dem Fachgespräch Bedenken laut. Denn im Zweifelsfall würde dort der Schwerlastverkehr noch größere Ausmaße annehmen. Auch deshalb, weil 2012 das Lkw-Lenkungskonzept des RP für den Schurwald in Kraft getreten ist und seitdem alle Verbindungsstraßen zwischen B 29 und B 10 westlich von Göppingen für den Lastwagenverkehr gesperrt sind. Dies gilt für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als zwölf Tonnen.

"Die ganzen Anregungen, die jetzt aufgenommen worden sind, werden in unsere Entscheidung einfließen", sagt Hinrichsen. Mehr ist dem Pressesprecher nicht zu entlocken - die Bürger von Hohenstaufen sollen am Montag die ersten sein, die erfahren, wie es mit der Landesstraße durch ihren Ort weitergeht.