Noch immer seien vier von fünf Arztpraxen in Deutschland nicht barrierefrei, sagte Baehrens in ihrer Rede vor dem Plenum des Deutschen Bundestages in Berlin: "Solche Barrieren, wie Treppen, schmale Türen oder ungeeignete Behandlungsstühle und -tische stellen Hindernisse dar, die mit gutem Willen und mit überschaubarem Aufwand in absehbarer Zeit überwunden werden sollten", stellte die stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion fest. In ihrer Rede machte Baehrens deutlich, was zu tun sei, damit auch Menschen mit Behinderung den vollen Zugang zu allen Gesundheitsdiensten bekommen. An anderen Stellen seien dickere Bretter zu bohren, damit fünf Jahre nach Unterzeichnung der Konvention die Intention der UN-Behindertenrechtskonvention in der Mitte der Gesellschaft ankomme.

"Bürger, die Rat, Begleitung, etwas mehr Zeit oder auch Unterstützung brauchen, verdienen mehr Aufmerksamkeit", findet Baehrens. Sie sagte: "Jeder Mensch hat das Recht und die prinzipielle Fähigkeit über sich selbst zu bestimmen. Der demografische Wandel zwingt uns zu einem zügigen und umfassenden Handeln."