Konzert Bad im Wohlklang mit Jungmusikern aus Italien

Die Musikstudenten von „Upstream“ begeisterten mit einem locker-­beschwingten Programm.
Die Musikstudenten von „Upstream“ begeisterten mit einem locker-­beschwingten Programm. © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / Annerose Fischer-Bucher 18.08.2018

Die Upstream-Konzerte haben sich offenbar zu einem Geheimtipp entwickelt, sagte Klaus Riegert bei der Begrüßung der Zuhörer im voll besetzten Herrensaal des Göppinger Christophsbads. Er überreichte gleich zu Beginn des Konzerts Hede Bauer einen Blumenstrauß, die zusammen mit ihrem Mann Rolf Bauer schon zum dritten Mal jungen Musikern der Akademien Venedig und Padua die Gelegenheit gegeben habe, hier zu musizieren.

Seitdem das Paar aus Bartenbach die italienischen Nachwuchsmusiker mit Musikprogrammen aus Klassik und Ausschnitten aus Musicals und Filmen bei einer Urlaubsreise in Italien gehört hat, lädt es diese immer wieder zu sich ein und gibt dadurch den jungen Leuten die Gelegenheit, sich in Konzerten zu präsentieren und Erfahrungen zu sammeln.

Die Gruppe „Upstream“ bot ein abwechslungsreiches Programm, bei dem in 15 Titeln ein Bad im Wohlklang der Instrumente im Mittelpunkt stand. Die Streicher mit zwei Geigen (Roberto Sorgato, Sebastiano Corrò), mit Cello (Alessandra Barbiero) und Kontrabass (Omar Agostini) lieferten den sonoren Grundsound, traten aber auch mit Querflöte (Silvia Freo), Klavier (Silvia Freo) und Schlagzeug (Sebastiano Corrò) in den Wettstreit um Melodien.

Die Gruppe begann mit Klassik. Johann Pachelbels bekannter Kanon in d, eine Art Perpetuum Mobile des Nürnberger Barock-Komponisten und in zahlreichen Crossover-Variationen präsent, strahlte Ruhe aus, die in folgenden Popsongs wie „My way“ (Sinatra) oder „Can´t help falling in love with you (Presley) immer wieder auftauchte. Langsam Fahrt nahmen die jungen Studenten im Alter zwischen 16 und 19 dann bei „Nuovo Cinema Paradiso“ aus einem Film über den sizilianischen Film auf. Zwischen die ruhigeren poppigen Titel hatten sie geschickt immer wieder etwas rockige Titel gemischt wie den Themensong „Now we are free“ aus dem Film „Gladiator“ oder „Viva la Vida“ aus dem Album der englischen Rockband Coldplay. Schlagzeuger Sebastiano Corrò wusste dies dazuhin in Szene zu setzen, obwohl er zwischen Geige und Drums hin und her pendelte. Antreiber und heimlicher Dirigent war jedoch der erste Geiger Roberto Sorgato, der seinem Instrument eine besondere Bratschentiefe entlocken konnte.

Das Publikum war begeistert und erklatschte sich Zugaben wie den bekannten „Csárdás“ von Vittorio Monti, der dem Stehgeiger einiges abverlangte. Insgesamt ein locker-beschwingtes Programm für einen Sommerabend.

Annerose Fischer-Bucher

Info Heute ab 16 Uhr sind die Jungmusiker in einem weiteren Konzert im Café der Wilhelmshilfe in Bartenbach zu hören. Am morgigen Sonntag ab 19 Uhr sind sie zu Gast im Festsaal des Kur­hauses Bad Boll.

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