Göppingen / swp  Uhr
Ein 39-Jähriger soll als Babysitter ein sechs Jahre altes Mädchen mehrfach sexuell missbraucht haben. Der Mann muss sich ab Freitag vor Gericht verantworten.

Ab Freitag wird am Landgericht in Ulm der Fall eines heute 39-Jährigen verhandelt. Der Angeklagte soll nach der Anklage der Staatsanwaltschaft Ulm im Zeitraum zwischen Februar 2016 und Juli 2016 ein damals sechs Jahre altes Mädchen, das er als Babysitter beaufsichtigte, in seiner Wohnung in Göppingen mehrfach sexuell missbraucht haben.

Rechtlich wird dem Angeklagten folgendes vorgeworfen, wobei sich alle Vorwürfe auf den Missbrauch an dem 6-jährigen Mädchen beziehen:

  • Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in fünf Fällen. Dieser ist dann gegeben, wenn mit einem Kind unter 14 Jahren der Beischlaf (oder Vergleichbares) vollzogen wird. Davon in einem Fall in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Kindern.
  • In acht Fällen versuchter schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, jeweils in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Kindern.

Der Angeklagte wird verteidigt von Rechtsanwalt Markus Kaißer aus Göppingen. Die Geschädigte hat sich als Nebenklägerin dem Verfahren angeschlossen; sie wird vertreten von Rechtsanwalt Alexander Stumpf aus Göppingen.

Verhandlung ist öffentlich

Derzeit sind drei Verhandlungstage angesetzt: Am Freitag, 8. Februar, werden fünf Zeugen und zwei Sachverständige gehört. Am Freitag, 15. Februar, wird ein Zeuge und ein Sachverständiger gehört und am Freitag, 1. März, findet der letzte Verhandlungstag statt. Beginn ist jeweils um 8.30 Uhr. Die Verhandlung ist grundsätzlich öffentlich. Möglicherweise muss aber zum Schutz der Intimsphäre des Opfers die Öffentlichkeit über nicht unbedeutende Teile des Verfahrens ausgeschlossen werden.

Den Vorsitz der Kammer führt der Vorsitzende Richter am Landgericht Wolfgang Tresenreiter, richterlicher Beisitzer und Berichterstatter ist Richter am Landgericht Alexander Spengler.

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