Ebersbach an der Fils Austausch über das Dorf im Jahr 2030

Prälatin Gabriele Wulz war zu Gast in Roßwälden. Foto: Matthias Kessler
Prälatin Gabriele Wulz war zu Gast in Roßwälden. Foto: Matthias Kessler
Ebersbach an der Fils / SWP 21.03.2013
Prälatin Gabriele Wulz hat in Roßwälden über die Zukunft der Gemeinde im ländlichen Raum referiert. Eingeladen hatte das Evangelische Bauernwerk.

Der Bezirksarbeitskreis Göppingen des Evangelischen Bauernwerks hatte zum alljährlichen Begegnungsnachmittag ins evangelische Gemeindehaus nach Roßwälden eingeladen. Rund 50 Interessierte waren gekommen, um sich zum Thema "Unser Dorf im Jahr 2030" zu informieren und auszutauschen. Insbesondere der demografische Wandel und dessen Auswirkungen auf die ländlichen Gebiete standen im Mittelpunkt. Als Referentin war Prälatin und Regionalbischöfin Gabriele Wulz verpflichtet worden.

Nach der Begrüßung durch Otto Keyl, Mitglied im Bezirksarbeitskreis Göppingen und ortsansässiger Landwirt in Roßwälden, und ein paar einstimmenden Worten von Pfarrer Alfred Kohnke übernahm Ortsvorsteher Theodor Mayer das Wort. Er stellte zunächst die aktuelle Situation in Roßwälden dar und wies auf die Wichtigkeit des Themas hin. Seiner Meinung nach könnten zukünftige Herausforderungen nur durch ein abgestimmtes Miteinander und durch die Zusammenarbeit der Dorfgemeinschaft bewältigt werden.

Gleich zu Beginn ihres Vortrags stellte Prälatin Gabriele Wulz klar, dass der demografische Wandel auch ein zukunftsentscheidendes Thema für die Evangelische Kirche sei und bereits auf allen Ebenen diskutiert werde. Wulz ermutigte die Anwesenden zum Handeln. Sie sehe die "Menschen als Schlüssel für Entwicklungen, aber auch für Verhinderungen". Zudem müssten Trends, die sich über Jahrzehnte hinweg aufbauen, frühzeitig erkannt werden, um ihnen dann aktiv entgegensteuern zu können. Man solle heute schon an morgen denken. Eine große Herausforderung und ein Unterschied zur Stadt sei der Charakter eines Dorfs. Die Strukturen seien viel komplexer und unübersichtlicher, wenn jeder jeden kennt. Außerdem gelten Dörfer als konservativ. Im Anschluss an den Vortrag stellte Wulz sich den Fragen der Zuhörer.