Vernissage Ausstellung von Karin Strobel bei Stepanek

Bilder aus 20 Jahren Malerei zeigt die Faurndauer Künstlerin Karin Strobel in der Galerie Stepanek.
Bilder aus 20 Jahren Malerei zeigt die Faurndauer Künstlerin Karin Strobel in der Galerie Stepanek. © Foto:   Margit Haas
Faurndau / Margit Haas 12.09.2018

Gute Künstler ent­wickeln sich, finden vom reinen Abzeichnen oder Abmalen weg zur eigenen künstlerischen Ausdrucksweise, zur eigenen Sprache, die dem Betrachter nicht das Abbild der Natur zeigen will,  sondern ihre tiefere Bedeutung. So schafft Kunst Bilder jenseits des Bildes. Sie entstehen im Kopf des Betrachters und erzählen jedem vielleicht eine ganz andere Geschichte.

Dies belegt augenscheinlich die aktuelle Ausstellung der Faurndauer Künstlerin Karin Strobel. In den kommenden Wochen wird sie in der Galerie Stepanek einen Gang durch ihr künstlerisches Schaffen der vergangenen 20 Jahren geben. Und sie wird dabei auch ihre beeindruckende Vielseitigkeit betonen.

Jüngst erst entstanden Aquarelle, denen sie mit Pastellkreide eine besondere Bewegtheit und Tiefe gibt, und die „Die junge Fils“ sprudeln und plätschern lassen. Auch hier sind es die Farben, die den Bildern ihre ureigene Ausdruckskraft geben. Dass es gerade die Farben sind, die Karin Strobel inspirieren, darauf verweist der Titel der Ausstellung: „Farb-Kapriolen. Sie geben mir die Freiheit, offen mit dem Geschenk des Pinsels umzugehen“, sagt die Faurndauerin.

Sie beginnt ein Werk ohne konkrete Idee, lässt sich vielmehr treiben, schafft dann aber bewusst Akzente, die dem Bild Struktur und Tiefe geben. Malen ist für sie „ein Prozess, an dem alle Sinne, der Verstand, die Gefühle und die Intuition teilhaben“.

„Karin Strobels Malerei ist aus der Farbe geboren“, so formuliert es Werner Stepanek im Ausstellungskatalog. „Grün muss sein“ oder „Rote Wellen“ – bereits die Bildtitel belegen dies. Beim Spiel mit der Farbe und den Formen, die oft aus ganz unterschiedlichen Materialien sich entwickeln, ergeben sich meist eher zufällig konkrete Formen. „Manchmal gibt es einen Kopf“, wie im Bild „Zwei Köpfe“. Der Betrachter kann sich im Bild auf die Reise begeben und wird Elemente entdecken, die ihn ansprechen, die eben wie jede gute Kunst eigene Bilder auslösen.

In der Galerie Stepanek gehen diese durchkomponierten Abstraktionen zudem eine Symbiose mit Werner Stepaneks Skulpturen ein. Sie scheinen sich gegenseitig in Szene zu setzen und in ihrer Wirkung zu verstärken.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 14. September, in der Galerie Stepanek in der Filseckstraße 9 in Faurndau. Beginn ist um 19 Uhr. Weitere Informationen zur Künstlerin gibt es unter www.karin-strobel.de.

Info Öffnungszeiten sind samstags und sonntags, 14 bis 17 Uhr (bis 7. Oktober). Der Katalog „Farb Kapriolen“ ist unter ISBN: 978-3-95544-105-0 erhältlich.

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