AUSFLUGSTIPP: Tierglocken aus aller Welt

Niklas und Amelie betrachten eine der vielen Tierglocken genau. Foto: dpa
Niklas und Amelie betrachten eine der vielen Tierglocken genau. Foto: dpa
DPA 26.04.2012
Aus Asien, Südamerika oder Afrika stammen die Exemplare, die in der Sonderausstellung "Tierglocken aus aller Welt" im Bauernhofmuseum Illerbeuren zu sehen sind. Es gibt große, kleine, einfache und wertvolle.

Eine mehr als 3000 Jahre alte, kleine Tierglocke aus dem byzantinischen Reich ist das älteste Stück einer Sonderausstellung im Schwäbischen Bauernhofmuseum. Unter dem Titel "Tierglocken aus aller Welt" sind in Illerbeuren (Landkreis Unterallgäu) rund 250 Exponate von vier Kontinenten und aus verschiedenen Epochen zu sehen. Die Ausstellung zeigt die gesamte Bandbreite - von einer großen Elefantenglocke aus Indien bis hin zu winzigen Glöckchen für arabische Jagdfalken. Seit Jahrtausenden haben Menschen weltweit Nutz- und Haustiere mit Glockengeläut ausgestattet.

Der Klang, die Form und Größe der Glocken unterscheiden sich nach Land, Religion und Tier. "Die Sammlung beinhaltet sowohl antike Stücke als auch Glocken, die heute noch beim Viehscheid zum Einsatz kommen", sagte Sandra Czaja, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums. Die Exponate stammen von einem mittlerweile verstorbenen Ehepaar aus Ulm, das in jahrelanger Sammlerleidenschaft Glocken und Schellen aus ganz Europa sowie Südamerika, Asien und Afrika zusammengetragen hat.

Nach Veranstalterangaben wurden für die Herstellung der Glocken zum Teil wertvolle Materialien genutzt. So wurden neben gegossenen und geschmiedeten Metallen auch Elfenbein, Leder, Knochen und Horn verarbeitet. Anhand von Filmen und Schautafeln werden die Besucher über die Funktion und Herstellung der historischen Geläute informiert. Die Sonderausstellung ist bis 29. Juli zu sehen. Info Geöffnet ist die Schau dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.