Es geht nicht nur um Rätsel, sondern um Tatorte und geheimnisvolle Verbrechen, die aufgeklärt werden müssen. Das gilt jedenfalls für die Mitmachausstellung "Naturdetektive" im Schloss Rosenstein in Stuttgart, die am 24. März startet. Für die große Landesausstellung hat das Staatliche Museum für Naturkunde eine Schau konzipiert, in der Kinder und ihre Familien Beweise sammeln, Spuren sichern und Indizien zuordnen, eben die ganze Palette durchspielen, die gute Ermittler beherrschen müssen. Bis 6. November verwandelt sich Schloss Rosenstein in ein Detektivspiel rund um Naturthemen. Was ist hier passiert und wer war's? Fragen, die es zu lösen gilt. Vier Tatorte fordern volle Konzentration.

Was ist mit Rotkäppchen wirklich passiert? Welches Ungeheuer treibt sein Unwesen im Baggersee? Welches Tier hat am Tatort Haare verloren, wer hat hier seine Duftmarke hinterlassen, wer gezwitschert? Von wem stammen die zerbrochenen Eier? Jeder Täter hinterlässt Spuren. Beobachten, hören, tasten, fühlen, riechen, alles kann helfen, um den Fall zu lösen.

Im Detektivbüro der Ausstellung befinden sich auch Vermisstenanzeigen, Fahndungsaufrufe, Telefone und die Asservatensammlung aus Tierschädeln und Skeletten. Mitten im Raum stehen zwei Mitmachtische, an denen Besucher den Kreis der Verdächtigen eingrenzen können. Die Ermittlungen führen oft ins Labor, in dem wie im Krimi genetische Fingerabdrücke analysiert und Indizien unterm Mikroskop untersucht werden.

Sollte die Spurensuche mal ins Stocken geraten: An der Hilfe-Station steht ein Detektiv-Assistent bereit.

Nach erfolgreicher Ermittlung bekommen die "Naturdetektive" den Code für die Auflösungsstation. Hier erklären Comicfiguren, was am Ort, zu dem ermittelt wurde, passiert ist. Alle Fälle, die es zu lösen gilt, haben eines gemeinsam: Sie spielen direkt vor unserer Haustür. Die Ausstellung zeigt zudem Tiere und Pflanzen im Original. Und wer gerade ein Ermittlungstief hat, kann alle Rätsel und Spiele in der Ausstellung von der Supervogelshow bis zur Monstermaschine auch ohne Detektivspiel ausprobieren oder sich die Tiere, die bei uns vorkommen, mal genauer ansehen.

Besucher können zudem in einem interaktiven Projektionsraum mit einem deckenhohen 270-Grad-Panorama in eine Waldlandschaft voller Überraschungen eintauchen. Für die "wachsende Ausstellung" kann jeder, der etwas Interessantes oder Rätselhaftes in der Natur gefunden hat, mitbringen und in der Ausstellung fotografieren. Das Foto wird etikettiert und mit einer Geschichte versehen. Anschließend werden die Objekte auf den Bildern von Experten des Museums bestimmt. Die besten Bilder und Geschichten werden in der Ausstellung präsentiert. Statt herkömmlicher Führungen wird es für Kinder "Detektivtraining" und Anleitung zum Forschen geben.

Info Details gibt es im Internet: www.naturkundemuseum-bw.de