AUSFLUGSTIPP: Blütenpracht in der Wilhelma

Noch stehen die Magnolien in der Stuttgarter Wilhelma in voller Blüte. Foto: dpa
Noch stehen die Magnolien in der Stuttgarter Wilhelma in voller Blüte. Foto: dpa
PM 05.04.2012
Im historischen Gewächshaus der Wilhelma in Stuttgart explodieren die Blüten der Azaleen geradezu, im Maurischen Garten sind die Knospen der Magnolien seit einiger Zeit aufgebrochen.

Da die Magnolien in der Stuttgarter Wilhelma schon seit einiger Zeit blühen, kann es sein, dass - je nach Wetterlage - die volle Pracht nicht mehr so lange hält. Nachtfröste setzen den Blüten kräftig zu. Dennoch, Frost oder nicht: Die Azaleen im Wechselschauhaus zumindest sind auf der sicheren Seite.

Im Haus wird es rund 20 Grad warm und die intensive Sonneneinstrahlung hat die Entfaltung der Blüten beschleunigt. Somit stehen die Vertreterinnen der "Rhododendron simsii", wie sie im Fachjargon heißen, früher als erwartet in voller Blüte.

Im vorigen Jahr stellten Azaleen-Experten fest, dass die Sammlung der Wilhelma mit rund 50 Sorten zu den wichtigsten Deutschlands gehört und Exemplare beinhaltet, die selbst die Fachleute bisher nicht live gesehen hatten.

Sie alle sind Nachfahren von Pflanzen, die Ende des 17. Jahrhunderts aus Japan und China nach Europa gekommen sind und aus denen Gärtner im Laufe der Zeit etwa 2000 Sorten züchteten. Ein Großteil von ihnen verschwand aber wieder. In Deutschland sind heute höchstens 700 Sorten erfasst. Besucher der Wilhelma können die Schönheiten mit den kräftig roten und rosafarbenen Blüten noch ungefähr bis Mitte April genießen, von der Topfpflanze bis zum Busch. Ein Strauch stammt sogar aus dem Bestand von König Wilhelm I., er ist also mehr als 160 Jahre alt.

Dieses Alter teilt er mit 15 Bäumen im Magnolienhain. An diesem Standort zeigen weitere 55 Magnolien ihre Pracht, ebenso wie 20 Exemplare im übrigen Park. Stammesgeschichtlich gehören die Magnolien zu den ältesten Blütenpflanzen der Erde. Benannt sind die Pflanzen nach dem französischen Botaniker Pierre Magnol. Vor den Eiszeiten waren sie auch in Europa heimisch. Heute haben die meisten Magnolienarten ihren Ursprung in Ostasien und Amerika. In China schätzte man die Ziergehölze seit jeher so sehr, dass sie als Tempelschmuck dienten.

Info www.wilhelma.de

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