Führung Auf Englisch durch die Stadtgeschichte

Für die Teilnehmer ging es in den Silbersaal des Göppinger Schlosses, die Rebenstiege hinab und auf den Turm der Stadtkirche hinauf.
Für die Teilnehmer ging es in den Silbersaal des Göppinger Schlosses, die Rebenstiege hinab und auf den Turm der Stadtkirche hinauf. © Foto: Evelyn Krix
Göppingen / Evelyn Krix 05.09.2018

Was ist das englische Wort für Hirschgeweih, will Englisch-Dozentin Ursula Weingart-Brodbeck am Anfang ihrer Tour „Discover Göppingen with Ursula“ – auf Deutsch: „Entdecke Göppingen mit Ursula“ – wissen und hält ein Schild mit dem Göppinger Wappen hoch. Das deer antler stünde für das Adelshaus Württemberg und finde sich auch in den Logos vom Stuttgarter VfB und Porsche wieder. „Have a look next time“, fordert die Dozentin zur Ausschau auf.

Muttersprachler, Austauschschüler, Einheimische – alle waren schon bei einer englischsprachigen Führung „Discover Göppingen with Ursula“ dabei. Dieses Mal entdecken aber nur Einheimische und ein paar ihrer Englisch-Schüler aus ihren Kursen die Stauferstadt.

„Just follow me, please“, sagt die Führerin. Am Rathaus und dem Foggia-Platz vorbei läuft die Gruppe zum Schlossplatz und bleibt am Schloss stehen. „Do you know why it was build?“, fragt Weingart-Brodbeck. Die richtige Antwort, warum das Schloss gebaut wurde, finden die Teilnehmer nicht. Herzog Christoph von Württemberg sei gern zur Kur oder dem „Spa“ nach Göppingen gekommen. Dafür wollte er einen Wohnsitz. „There were rumors he was poisoned in France.“ Das Göppinger Sauerwasser habe ihm gegen die besagte Vergiftung in Frankreich geholfen.

Durch das Schlosstor führt die Dozentin in den Hof und in den Durchgang zum Schlosswäldle. An der Decke, the ceiling, zeigt sie den Tourteilnehmern Wappen: Fische für Mömpelgard, Rauten für die teckschen Herzöge, ein Adler für Markgröningen.

Drei Türen trennen den Silbersaal im Schloss von der Gruppe. Im heutigen Sitzungsaal lassen sich vergangene Zeiten erahnen: Steinsäulen, die zu Bögen werden, prägen den Raum und seine Wände. „It used to be the room where they had all the silver ware“, erklärt Weingart-Brodbeck. Hier war das ganze Besteck und Geschirr untergebracht – also das ganze Tafelsilber. Auf dieser Etage waren auch laundry, die Wäscherei, und bakery, die Bäckerei.

Die nächste Station im Schloss ist die Rebenstiege im südwestlichen Treppenturm. Die Wendeltreppe ist unter den Stufen mit Weinblättern verziert. Gemeinsam sucht die Gruppe nach versteckten Tieren. „Have a look if you find the animals“, sagt die Dozentin. Affen, Vögel, ein Bär, ein Schwein und ein Eichhörnchen werden gefunden und übersetzt.

Fakten rund um die Stadtkirche

Bevor die Gruppe den Abend im Irish Pub ausklingen lässt, klettern alle auf den Turm der Göppinger Stadtkirche. Der Bau der Kirche begann 1618 und die Eröffnung sei schon im November 1619 gewesen. Die Building time sei also sehr kurz gewesen, sagt Weingart-Brodbeck. Die Wappen, die sie im Schlosseingang gezeigt hatte, findet man auch hier an der Decke.

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