Heimat Auch Bienen müssen weiden

Die neue Göppinger Bienenkönigin Franziska Wrobel zeigt stolz ihr Kunstwerk.
Die neue Göppinger Bienenkönigin Franziska Wrobel zeigt stolz ihr Kunstwerk. © Foto: Helge Thiele
Göppingen / Markus Munz 17.07.2017
Honig gibt es nicht nur „pur“. In welchen anderen Produkten er auch verwendet wird, erfuhr man beim 3. Milch- und Honigfest auf dem Hohenstaufen.

Honigsalbe, Milch-Honig-Bonbons, Lippenbalsam, Handcreme, Rosenblüten-Essig mit Honig oder sogar Grill-Gewürzsalz mit Honig. Das war nur eine Auswahl aus der Vielfalt, welche die Imker Siegfried Holz aus Hohenstaufen, Roland Erker aus Hohrein und Albert Ehrhart aus Maitis auf dem Hohenstaufen präsentierten. Ehrhart stellt zudem Schnaps und den auch als Met bekannten Honigwein her: „Hier wird statt Zucker eben Honig verwendet, der vergärt. Ansonsten ist es der gleiche Prozess wie beim normalen Wein. Nach und nach habe ich hierfür eigene Rezepte entwickelt.“

An den Imkerständen konnten verschiedene Honigsorten auf selbstgebackenem Brot und Hefezopf probiert werden. Das Thema Milch und Käse wurde vom Waldeckhof Jebenhausen in Form von Schafsmilcheis und Schafsmilchkäse dargeboten.

Bienen sind wichtig, weil sie mit ihrer Arbeit eine große Artenvielfalt gewährleisten. „Deshalb sollte jeder bei sich zuhause nicht nur einen schönen grünen Rasen anlegen. „Es reicht schon, wenn zwei bis drei Quadratmeter mit Weidepflanzen für  Bienen da sind“, erklärte Roland Erker. Dafür gebe es eine Blühmischung zum Einsäen. Zu einem Bienenvolk gehören eine Königin, mehrere hundert männliche Bienen und zwischen 30 000 und 60 000 Arbeiterinnen. Diese leben nur 60 Tage, in denen sie Pollen sammeln, Waben bauen, putzen oder als Ammen für den Nachwuchs arbeiten. „Bienen schwitzen Wachs aus und bauen damit ihre Waben“, erklärte Sabrina Holz. Das allein ist unglaubliche Präzisionsarbeit. Der Imker stellt ein Wabenmuster aus Wachs zur Verfügung, auf dem die Bienen ihre Waben aufbauen. Dabei gehen sie so genau vor, dass ein Unterschied zum Muster mit bloßem Auge kaum erkennbar ist. „Von Zeit zu Zeit müssen die Waben auch gereinigt werden, dazu werden sie ausgekocht“, erklärte Sabrina Holz. Dadurch entsteht dann Wachs für Kerzen oder Seife.

Erstmals begleitete die Jugendmusikschule Göppingen mit Querflöten, Blockflöten und Klarinetten das Familienfest. Mit Musik wurde auch der Höhepunkt des Nachmittags eingeleitet. Franziska Wrobel aus St. Gotthardt wurde zur diesjährigen Göppinger „Bienenkönigin“ gekürt und erhielt Krone, Schärpe und Honig aus den Händen von NWZ-Redaktionsleiter Helge Thiele und Andreas Schweickert vom Marketingbüro Saltico. Die Siebenjährige hatte den Malwettbewerb gewonnen, bei dem Mädchen Bilder zum Thema „Meine Bienenkönigin“ malen sollten und auch Fragen zum Thema beantworten mussten.