Göppingen Arbeitsmarktexperte wird Rousta-Nachfolger

Rolf Schumacher, Leiter der Agentur für Arbeit Göppingen
Rolf Schumacher, Leiter der Agentur für Arbeit Göppingen
Göppingen / lsw 12.06.2012
Rolf Schumacher, Leiter der Agentur für Arbeit Göppingen, soll zum 1. Juli neuer Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium werden. Wirtschaftsminister. Nils Schmid (SPD) hat knapp zwei Monate nach dem Rauswurf seines Amtschefs Daniel Rousta einen Nachfolger gefunden.
Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) hat knapp zwei Monate nach der peinlichen Facebook-Affäre dem Rauswurf seines Amtschefs Daniel Rousta einen Nachfolger gefunden: Der Leiter der Agentur für Arbeit in
Göppingen, Rolf Schumacher, soll zum 1. Juli neuer Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium werden, wie Schmid am Dienstag in Stuttgart erklärte.

Der gebürtige Heidelberger Schumacher ist 47 Jahre alt und war
mehr als zehn Jahre in verschiedenen Funktionen bei der
Arbeitsagentur beschäftigt. Der parteilose Schumacher ist
Volkswirtschaftler und Wirtschaftsinformatiker. Sein Vorgänger Rousta
hatte Mitte April gehen müssen, weil er sich im Sozialen Netzwerk
Facebook unflätig über Frauen und die FDP geäußert hatte.

Schumacher sagte sagte in Stuttgart, er habe fast drei Jahre lang die Agentur
für Arbeit in Mannheim mit 650 Mitarbeitern geleitet und habe daher
Führungserfahrung. Erst Mitte Mai war er nach Göppingen gewechselt.
Er wolle als Amtschef vor allem nach innen wirken, sagte Schumacher.
Und: Er sei nicht bei Facebook oder Twitter aktiv.

Als Fachmann für Arbeitsmarktfragen sieht sich Schumacher bestens
gerüstet für den neuen Job. „Arbeitsmarkt ist ein sehr wichtiger
Bestandteil der Wirtschaft.“ Als Volkswirtschaftler und Kind eines
Unternehmers habe er viele Verbindungspunkte zur Wirtschaft.

Schmid sagte: „Mit Rolf Schumacher gewinnen wir eine
Persönlichkeit mit Führungs- und Verwaltungserfahrung für die Arbeit
der Landesregierung.“ Walter Tschischka, Präsident der
Handwerkskammer Mannheim, lobte Schumacher. Er habe ihn in der
Zusammenarbeit in Mannheim als „sehr umgänglich und sehr verlässlich“
kennengelernt.

Schmids neuer Amtschef ist geschieden und hat eine 16-jährige
Tochter. Ministerialdirektoren kommen in die Besoldungsgruppe B9 und
verdienen über 9000 Euro im Monat.

Schumachers Vorgänger Rousta war vor allem in die Schlagzeilen
geraten, weil er die Liberalen im Internet als „FDPisser“ bezeichnet
hatte. Nach seiner Entlassung war der gebürtige Tübinger aus der SPD
ausgetreten und hatte unter anderem SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel
vorgeworfen, die Regierungsarbeit zu behindern.
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