Arbeitsmarkt vom Winter unbeeindruckt Quote im Kreis auf sehr niedrigem Niveau

RODERICH SCHMAUZ 04.01.2012
Der Dezember hat bei der 2011 durchweg erfreulichen Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt den passenden Schlusspunkt gesetzt.

Kreis Göppingen - Im Kreis Göppingen waren am Jahresende 4945 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 3,8 Prozent. Einen Monat zuvor waren es mit 4920 Personen 3,7 Prozent. Saisonal bedingt steigt im Dezember normalerweise die Arbeitslosigkeit deutlicher an. Die hervorragende Entwicklung bei der Beschäftigung wird im Jahresvergleich deutlich: Im Januar 2011 waren im Kreis Göppingen noch 6922 Personen arbeitslos, also fast 2000 mehr als nun. Die 4945 Arbeitslosen sind der beste Dezemberwert seit vielen Jahren; 2004 lag er über 8200.

Die sehr gute Situation vor Ort führt der Leiter der Arbeitsagentur Martin Scheel auf zweierlei zurück: "Neben der guten wirtschaftlichen Lage nahm auch der bislang ausgebliebene Wintereinbruch einen positiven Einfluss auf die Beschäftigungssituation."

Erfreulich ist aus Scheels Sicht, dass "viele Unternehmen trotz Unsicherheiten über die wirtschaftliche Entwicklung Kapazitäten aufbauen wollen und nach Arbeitskräften nachfragen". Die Arbeitsagentur konstatiert erfreut, dass nahezu alle Gruppen von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt profitieren: Bei den jungen Leuten unter 25 Jahren sank binnen eines Jahres die Arbeitslosigkeit im Kreis Göppingen auf 464 Personen oder um 17 Prozent; bei den Arbeitnehmern, die 50 Jahre und älter sind, um 24 Prozent; bei den Langzeitarbeitslosen sank die Zahl um 25 Prozent. Bei den Ungelernten, die fast die Hälfte aller Arbeitslosen stellen, ging die Zahl um 24 Prozent auf 2400 zurück, bei Ausländern ebenfalls um 24 Prozent auf 1330.

Die Dynamik ist groß: Im Jahr 2011 meldeten sich im Kreis Göppingen 21 400 Männer und Frauen arbeitslos, 23 145 beendeten die Arbeitslosigkeit - sie fanden einen Arbeitsplatz, begannen eine Ausbildung oder gingen in Rente.