Der Standort in Jebenhausen soll aufgegeben werden, um Produktion und Verwaltung an den zweiten Abfüllort der Brunnen-Union St. Christopherus in Mainhardt zu verlagern. 50 Arbeitsplätze sollen dadurch wegfallen.

Peter Hofelich hoffte auf stärkere Stütze für Regionalität

„Ein traditionsreicher und regional gut aufgehobener Betrieb soll in kurzer Zeit seine Pforten schließen“, bedauerte Hofelich. „Für mich ist das eine tieftraurige Nachricht, meine Gedanken sind bei den Kolleginnen und Kollegen sowie ihrem immer kooperativen wie auch handlungsstarken Betriebsrat“, so der SPD-Mann. Es sei kein Geheimnis, dass im hart geführten Wettbewerb eine weitere Drehung nach unten stattgefunden und Aqua-Römer wichtige Abnehmer verloren habe. Hofelich: „Ich hätte mir hier aber eine stärkere Stütze für Regionalität und Qualität erhofft.“

Nicole Razavi: „Bittere Botschaft“

Ähnlich sieht das auch seine Geislinger CDU-Kollegin im Landtag, Nicole Razavi. „Dass eine weitere Kernmarke des Landkreises verschwinden soll, ist eine bittere Botschaft“, sagt die Politikerin. Obwohl man gewusst habe, wie schwierig das Geschäft mit dem Mineralwasser geworden sei, habe man gehofft, dass Aqua Römer diesen Schritt vermeiden könne.

Alex Maier ist etwas verwundert

Auch Alex Maier findet es sehr schade, dass „so ein traditionsreiches Unternehmen aus Göppingen verschwinden soll“. Der Grüne wundert sich aber, dass sich Aqua Römer zu diesem Schritt entschlossen hat, obwohl doch der Trend dazu gehe, immer mehr regionale Produkte zu kaufen. Der Abgeordnete will jetzt Gespräche mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat führen. „Die Mitarbeiter dürfen in kein Loch fallen“, betont Maier. „Sozialverträgliche Lösungen für die Beschäftigten müssen selbstverständlich sein“, meinen auch Hofelich und Razavi. Die Abgeordneten aus dem Landkreis würden sich freuen, wenn das letzte Wort zum Standort noch nicht gesprochen wäre.

OB Guido Till will Mineralbrunnen in Jebenhausen retten

„Es geht um Menschen und Arbeitsplätze und um den Wirtschaftsstandort“, erklärt Razavi.

Alle drei Politiker begrüßen die  Initiative von OB Guido Till, den Mineralbrunnen in Jebenhausen zu retten. Wenn es eine Möglichkeit gebe, den Standort und die Mitarbeiter zu halten, dann werde man diese auf jeden Fall unterstützen, betonten die Abgeordneten unisono.