Kreis Göppingen AOK setzt weiter auf Kundennähe

Der stellvertretende AOK-Geschäftsführer Thomas Schneider sieht die Kasse im Kreis auf einem guten Weg.
Der stellvertretende AOK-Geschäftsführer Thomas Schneider sieht die Kasse im Kreis auf einem guten Weg.
RÜDIGER GRAMSCH 27.01.2012
Die AOK setzt auf Kundennähe. Eine Schließung von Servicestellen kommt für den stellvertretenden Geschäftsführer Schneider nicht in Betracht. Im Gegenteil. In Eislingen will die AOK ihre Präsenz sogar ausbauen.

Die AOK will als regionale Krankenkasse im Landkreis Göppingen auch in der Fläche präsent bleiben. Die bestehenden Kundencenter bleiben erhalten, versicherte jetzt der stellvertretende Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils, Thomas Schneider, bei einem Pressegespräch. Für die Versicherten sei es wichtig, dass sie ihre Krankenkasse schnell und problemlos erreichen können. Den Verbleib in der Fläche habe die AOK schon in Geislingen dokumentiert, wo vor einigen Wochen neue Geschäftsräume in der Karlstraße eingeweiht werden konnten. In Süßen und Ebersbach sei die AOK bereits bestens untergebracht. Die Zusammenlegung der Kundencenter von Donzdorf und Süßen kurz nach der Fusion sei richtig gewesen, um den Versicherten für diesen Bereiche eine kompetente Beratung bieten zu können. Für Eislingen, wo die AOK im Geschäftszentrum Stuttgarter Straße in eigenen Räumen mit Kundencenter, Präventionscenter und Rückenschule residiert, ist an einen neuen Standort gedacht oder aber an eine grundlegende Sanierung und Erweiterung am bisherigen Platz. "Auch hier geht die Entwicklung weiter", so Schneider. Zu welcher Lösung man letztlich tendiere sei aber noch unklar.

An Bedeutung gewonnen hat für die AOK der Standort Ebersbach seit dort neben dem Kundencenter auch das Kompetenzzentrum Zahngesundheit für die Versicherten der Landkreise Göppingen und Esslingen untergebracht ist. In Ebersbach sind jetzt 16 Mitarbeiter tätig.

Auch die AOK in Göppingen selbst hat nach Ansicht von Schneider durch die Fusion profitiert. Zu dem befürchteten Stellenabbau sei es nicht gekommen. Im Gegenteil. Derzeit würden im AOK-Haus mit über 130 Beschäftigten mehr Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz haben als vor der Fusion. In Göppingen sitzen neben dem Kundencenter, das täglich von gut 150 Versicherten aufgesucht werde, und der Firmenkundenbetreuung die Kompetenzzentren Pflege, Heilmittel und besondere Leistungen - zu letzterem gehören u.a. die Leistungserstattung für psychiatrische Behandlungen oder die Widerspruchsstelle. Außerdem zählen drei Mitarbeiter des sozialen Dienstes. Insgesamt beschäftigt die AOK im Kreis über 160 Mitarbeiter.

Martin Bronni, der Leiter des Kundencenters in Göppingen, koordiniert auch die übrigen Servicestellen im Kreis und ist zugleich hier das Gesicht der AOK. "Es ist uns wichtig, dass wir hier jemanden haben, der die AOK auch nach außen repräsentiert", so Schneider, könnten doch die Geschäftsführer in dem großen Geschäftsgebiet nicht überall die erwartete Präsenz bieten.