Genuss Göppinger lassen sich auf Street-Food-Market verführen

Drangvolle Enge herrschte beim Street-Food-Market auf dem Schlossplatz
Drangvolle Enge herrschte beim Street-Food-Market auf dem Schlossplatz © Foto: Staufenpress
Verena Albrecht 22.05.2017
Viele Besucher haben sich am Wochenende auf dem Göppinger Schlossplatz von den Düften des Street-Food-Markts verführen lassen.

Andreja Brajkovic kommt kaum zum Reden. Zu viel zu tun. Es ist Samstagmittag, Braj­kovic steht mit ihrer Schwester Snjezana in einem alten amerikanischen Schulbus und reicht einen Burger nach dem anderen über die Verkaufstheke. Der Bus wurde in Köln zu einem Food-Truck umgebaut und die Zutaten für die XL-Burger stammen allesamt aus der Region, erklärt Chef Eric Elbern. Seit ein paar Jahren ist er jedes Wochenende mit seinem Team und dem gelben Bus unterwegs. „Früher besaß ich eine Bar und ein Restaurant in Stuttgart, darauf hatte ich aber keine Lust mehr“, antwortet Elbern salopp. Geschätzte 20 solcher Food-Trucks standen beim Street-Food-Market am Wochenende auf dem Göppinger Schloss­platz. Sie sind eine Mischung aus coolem Imbisswagen und rollendem Mini-Restaurant und haben einfallsreiche Namen wie „Damn Burger“ oder „The rolling grill“. Während es hinter den Theken brutzelt, hat es sich eine Gruppe Jugendlicher auf leeren Getränkekisten gemütlich gemacht, die am Wochenende verteilt auf dem Schlossplatz standen und als Sitzgelegenheit fungierten. „Es kommt genau auf dieses lockere und hippe Feeling an“, findet Besucherin Ela Celik und schlürft an ihrem Iced-Latte.

Nebendran möchte der Stand „Ticy“ mit Chill-Out-Musik und frischem Eistee überzeugen. Mit Erfolg. Sven Götz steht mit Strohhut und blauer Sonnenbrille hinterm Tresen und gießt langsam das heiße Wasser über den frischen Tee. Seinen Stand, der bis jetzt noch ein provisorisches Zelt ist, führt er zusammen mit Kompagnon Kevin Oberthür. Die beiden nehmen bereits das dritte Jahr in Folge am Street-Food-Markt in Göppingen teil. „Ab September werden wir dann auch mit einem eigenen Truck vertreten sein“, freuen sich die beiden.

Hinter Herd und Fritteuse geben auch Kellan Boh und Elias Brettschneider alles, um ihre kreativen Kreationen zu verfeinern. Das Erfolgsrezept? Gute und knackige Produkte müssen sorgfältig und trotzdem schnell zubereitet werden, erzählen die Stuttgarter. Neben Sweet-Chili-Pommes und herkömmlichen Burgern möchten die Köche auch die vegane Küche schmackhaft machen. Dazu beitragen soll ein „Jack-Fruit-Burger“. Wobei die Jackfrucht als Fleischersatz dient.

An den meisten Ständen und Food-Trucks geht es nur häppchenweise voran. Dieses Jahr sind sogar mehr Food-Trucks im Rennen als in den beiden Jahren zuvor, erzählt Veranstalter Mathias Pulvermüller. „Auch mit der Anzahl der Besucher sind wir sehr zufrieden“, freut sich der Organisator. Am frühen Nachmittag ist der Schlossplatz brechend voll, so dass sich dort kaum mehr ein Platz findet.