Göppingen Alexander Maier zweifelt nicht: "Baden-Württemberg ist ein weltoffenes Land"

Landtagsabgeordneter Alexander Maier hat für die Grünen erstmals das Direktmandat im Landkreis Göppingen geholt.
Landtagsabgeordneter Alexander Maier hat für die Grünen erstmals das Direktmandat im Landkreis Göppingen geholt. © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / SWP 23.05.2016
Der neue Landtag hat sich konstituiert, das Kabinett ist vereidigt. Die fünf Abgeordneten aus dem Kreis haben zum Start einen Fragebogen ausgefüllt.

Wie lange hält die grün-schwarze Koalition?

ALEXANDER MAIER: Mindestens fünf Jahre.

Welche Handschrift trägt der Koalitionsvertrag? Haben sich Ihrer Meinung nach eher die Grünen oder die Christdemokraten durchgesetzt?

Beide Parteien haben sich angemessen durchgesetzt. Bei der Innenpolitik zum Beispiel mehr die CDU, in der Bildungspolitik mehr die Grünen. Das ist nun mal so in einer Koalition.

Wie viel Stunden pro Woche verbringen Sie in Ihrem Wahlkreis?

So viel wie es nur irgendwie geht, aber als Neuling muss ich erst einmal richtig ankommen, bevor ich das sicher sagen kann.

Sind Sie zufrieden mit der Wahl der neuen Landtagspräsidentin Muhterem Aras?

Ja sehr. Ihre Wahl ist ein weiterer Beweis, dass Baden-Württemberg ein weltoffenes Land ist. Sie wird eine gute Präsidentin werden.

Was kann die Opposition in den kommenden fünf Jahren erreichen?

Das hängt davon ab, wie die Oppositionsparteien sich in den nächsten Jahren geben. Bei einer konstruktiven Mitarbeit ist vieles möglich.

Finden Sie die Besetzung des Kabinetts gelungen?

Ja. Auf grüner Seite haben wir gute und erfahrene Leute, auf deren Arbeit ich mich sehr freue. Die Kabinettsmitglieder der CDU kann ich weniger gut beurteilen, aber es ist auf jeden Fall ein ausgeglichenes Tableau.

In welchen Minister oder Ministerin setzen Sie besonders hohe Erwartungen? Gibt es eine Fehlbesetzung?

Ich bin sehr gespannt, wie unser neuer Sozialminister Manne Lucha sich schlägt. Sein Ministerium wird eine wichtige Rolle für den sozialen Zusammenhalt im Land spielen, darin setze ich viel Hoffnung. Eine Fehlbesetzung sehe ich nicht. Darüber können wir in 100 Tagen reden.

Was schätzen Sie an Ministerpräsident Winfried Kretschmann? Oder anders herum gefragt: Was missfällt Ihnen an ihm?

Seine ehrliche Art. Wenn er etwas sagt oder macht, kann man davon ausgehen, dass er es für das beste hält.

Was fehlt Ihnen im neuen Landtag?

Wir haben noch immer einen niedrigen Anteil an Frauen, jungen Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund. Mit einem neuen Listenwahlrecht werden wir hoffentlich gegensteuern können.

Um welche drei Themen sollte sich der neue Landtag Ihrer Meinung nach in dieser Legislaturperiode vorrangig kümmern?

Meine Fraktion entsendet mich als ordentliches Mitglied in den Innenausschuss, den Europaausschuss und den ständigen Ausschuss, der sich unter anderem um Justiz und Medien kümmert. Da werden sich genügend Themen finden.

Würden Sie jeden Abgeordneten-Kollegen mit Handschlag begrüßen?

Ja, so wurde ich erzogen.

Was tun Sie am Liebsten, um sich von der Landtagsarbeit zu erholen?

Einfach nur mit Freunden zusammensitzen und Spaß haben. Gerne auch in meiner Stammkneipe, dem Writers Irish Pub in Göppingen.

Wenn ich nicht Abgeordneter geworden wäre, dann...

...wäre ich wohl Journalist im Hörfunk geblieben, wie ich es in den letzten fünf Jahren war.

Der neue Landtag braucht dringend noch...

...mehr Gelassenheit im Umgang. Das schadet nie.

Mein Lieblingskollege im Plenum ist...

...nicht nur einer. Ich mag viele meiner Kolleginnen und Kollegen sehr.

Meinen Abgeordneten-Kollegen in den Wahlkreisen Göppingen und Geislingen wünsche ich...

...eine glückliche Hand für die Entscheidungen, die den Kreis betreffen, und uns allen wünsche ich einen guten menschlichen Kontakt miteinander.

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