AfA: Seehofer bei SPD-Positionen

SWP 10.01.2012

Kreis Göppingen. Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD des Stauferkreises (AfA) hat die Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer als bemerkenswert bezeichnet und eine "Annäherung an alte SPD-Positionen" festgestellt. Offenbar, so AfA-Kreisvorsitzender Klaus-Peter Grüner aus Süßen, "scheint nun auch die Union zu begreifen, dass die Rente mit 67 nicht wirklich eine gute Lösung darstellt". Nach Auffassung der AfA muss die Rente künftig wieder am Lebensstandard orien-tiert werden. Sie verweist darauf, dass die OECD vor der zunehmenden Altersarmut in Deutschland gewarnt habe. "Deutschland gehört zu den Schlusslichtern bei der Alterssicherung der Geringverdiener", erklärte Grüner in einer Pressemitteilung der Arbeitnehmerorganisation der SPD. Zwar sei, so heißt es weiter, sei die Altersarmut gegenwärtig noch kein gravierendes Problem, die Rente mit 67 würde diese Entwicklung aber empfindlich befördern. Immerhin, so Grüner, bezögen zur Zeit rund 400 000 Personen im Alter ab 65 Jahren die staatliche Grundsicherung. "Da ist bereits der Grundstock künftiger Altersarmut erkennbar", betonte der AfA-Kreisvorsitzende. Die Tragweite der Rentenreformen in den letzten zehn Jahren sei immens. So wäre das Rentenniveau schon erheblich abgesenkt worden und würde im Jahre 2030 bis auf 43 Prozent abrutschen. Grüner erklärte, die Einführung der Rente mit 67 sei einer der "Totengräber für angemessene Renten".