Zell u. A Ärger über Abfuhr

Zell u. A / JS 08.02.2012

Mit dem Sinn der Müllabfuhr-Umstellung auf Seitenlader hat sich der Gemeinderat Zell beschäftigt. Michael Dreher machte auf die Situation in der Hirschstraße und im Gießweg aufmerksam, wo teils der Gehweg blockiert werde, teils die Mülleimer mit parkenden Autos in Konflikt kämen (wir berichteten). Für Kurt Ulmer stellte sich die Frage, ob es die Reduzierung der Müllgebühr von gerade mal sechs Euro wert sei, wenn die Bevölkerung dafür Erschwernisse bekomme. Außerdem werde damit ein Arbeitsplatz wegrationalisiert. Künftig leert der Fahrer allein die Mülltonnen, eine Kralle am Fahrzeug hievt sie in den Container. Ulmer ist sich mit Dreher einig: "Es wäre mir lieber, wenn ein Arbeitsplatz am Müllfahrzeug erhalten bliebe, statt läpprige sechs Euro einzusparen." Die Leute müssten ihre Mülleimer bis zu 50 oder 100 Meter weit zum Sammelplatz bringen.

Bürgermeister Werner Link nahm die ETG in Schutz, die jetzt die komplette Müllabfuhr im Kreis übernimmt und ihr System der Seitenlader ausweitet - hauptsächlich in den Landgemeinden. "Jede Firma will so günstig wie möglich arbeiten", machte er geltend. Im übrigen hänge die Senkung der Gebühren mit der europaweiten Ausschreibung zusammen. Er erklärte sich bereit, Beschwerden zu sammeln und sie mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb oder der ETG zu besprechen. Das sei auch jedem einzelnen empfohlen, der Probleme habe. Klar sei aber auch: "Wir werden nicht jeden Einzelfall lösen können." Für die ETG ist der Seitenlader längst erprobt. Seit elf Jahren habe man ihn im Einsatz, so Geschäftsführerin Beate Schwarz.

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