Klinik Neue Abteilung im Christophsbad eingeweiht

Bei einem Rundgang konnten die Gäste die neue Station besichtigen. Auch ein Gong für den Speiseraum ist  vorhanden, wie Oberarzt Dr. Roland Gaschler demonstrierte.
Bei einem Rundgang konnten die Gäste die neue Station besichtigen. Auch ein Gong für den Speiseraum ist vorhanden, wie Oberarzt Dr. Roland Gaschler demonstrierte. © Foto: Staufenpress
Göppingen / Annerose Fischer-Bucher 31.01.2017

Die Einweihung der neu errichteten und erweiterten Depressionsabteilung auf dem Dach des Ostflügels des Hauses 22 des Göppinger Christophsbads begann mit einem Musikstück. Kristina Stary spielte zur Einstimmung das Impromptu As-Dur von Franz Schubert, von dessen Zusammenhang zur Gemütslage des Menschen Geschäftsführer Bernhard Wehde sprach, der viele Gäste, Kooperationspartner und Mitarbeiter des Christophsbads begrüßte. Er dankte der Stadt Göppingen, den Beteiligten der Bauplanung und Ausführung, dem Architekturbüro Welz und den regionalen Firmen und  Handwerkern für die zügige und exakte Ausführung des Baus.

 Wehde sagte, man habe von der 4. Ebene aus eine phantastische Aussicht auf die Stadt oder auf den Park und er lobte die Gesellschafter, „die große Investitionen mit eigenen Mitteln“ ermöglichten. Die Fördersumme des Landes Baden-Württemberg stehe noch nicht fest. Er begrüßte besonders die Verantwortlichen der neuen Depressionsstation mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie, die seit zwei Wochen in Betrieb ist: Oberarzt Dr. Roland Gaschler, die Leitende Psychologische Psychotherapeutin Rosita Szlak-Rubin und Pflege-Stationsleiterin Beate Valenzuela-Glöckler.

 Geschäftsführer Oliver Stockinger ließ die Baugeschichte Revue passieren. Da es auf dem Gelände selbst keinen Platz mehr gegeben habe, habe man in die Höhe bauen müssen. Nach einem halben Jahr Bauzeit stünden nun 13 Patientenzimmer „mit Wohlfühl-Charakter in hotelähnlichem Ambiente“ sowie viele Zusatzräume zur Verfügung, so dass sich die Patienten ganz auf ihre Genesung konzentrieren könnten. In Stahl-Modul-Bauweise seien 30 Raummodule auf einer Fläche von 1600 Quadratmetern mit einem Budget von 7,9 Millionen, das eingehalten werden könne, errichtet worden. Professor Dr. Nenad Vasic, Ärztlicher Direktor des Christophsbads, nannte die neue Station „ästhetisch und funktionell gut gelungen“ und eine „richtige Weichenstellung für die Zukunft“. Er ging detailliert auf die Zunahme der affektiven Störung Depression ein, von der 15 Prozent der Frauen und 10 Prozent der Männer betroffen seien. Vasic beschrieb die multiplen Ursachen und biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren, sowie die verschiedenen individuell angepassten Therapieformen. Der erste Schritt in der Klinik mit einer tragfähigen Vertrauensbeziehung sei für einen weiteren Therapieverlauf entscheidend.

Info Wie der Neubau der Depressionsabteilung aussieht, ist heute Abend ab 18 Uhr auch im Programm der Filstalwelle zu sehen.

Das Bauprojekt im Überblick

Lage: Neue Depressionsabteilung auf dem Dach des Ostflügels CB, Haus 22, 4. Ebene


Investition: 7,9 Millionen Euro

Bauzeit: 6 Monate

Baubeginn: August 2016

Einreichung Förderantrag beim Sozialministerium BW: August 2015

Gesamtfläche: 1600 Quadratmeter
Bauweise: 30 Raummodule in Stahl-Bauweise

Plätze: 13 Patientenzimmer mit bis zu 27 Plätzen

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