Göppingen "Vernetzt und mit großem Herzblut"

Göppingen / ANNEROSE FISCHER-BUCHER 15.12.2014
Ein vielfältiges Programm bietet die VHS Göppingen im nächsten Semester. Rückenwind haben der "Talentcampus" und ein Inklusionsprojekt.

"Eine gute Arbeit, kreativ, vernetzt und mit großem Herzblut" bescheinigte Sozialbürgermeisterin Gabriele Zull dem Team der Volkshochschule Göppingen bei der letzten Sitzung des VHS-Ausschusses. Deren Fachbereichsleiter Wolfgang Merkle, Claudia Hörner, Beate Rudolph, Daniel Roedel, Wolfgang Schultes und Karin Hebel-Walther stellten ihre Schwerpunkte für das neue Semester im Jahr 2015.

Ein großes Opus ist entstanden, das dem Besucher der Volkshochschule im neuen Jahr wieder ein breites Spektrum an Angeboten zur Weiterbildung von Politik und Gesellschaft, Wirtschaft und Recht, Psychologie, Kunst und Kultur, Musik, Handwerkliches, Sprach- und Integrationskurse, Schul- und Bildungsabschlüsse, Gesundheitsthemen sowie Studienfahrten und Exkursionen bietet.

Mit vielen verschiedenen Kooperationspartnern wie dem Haus der Familie, der Lebenshilfe, der Evangelischen und der Katholischen Erwachsenenbildung, Schulen, Firmen, Kliniken, der Industrie, dem Handwerk oder Einzelpersonen werden Veranstaltungen geplant und an insgesamt 19 Orten durchgeführt.

Ein Schwerpunkt ist das Angebot speziell für Ältere. Man kann einen Kurs im Tanzen besuchen oder Yoga im Sitzen machen, sich in Selbstbehauptung mit dem Gehstock üben oder ein Rollatortraining absolvieren. Wer es gerne etwas exotisch haben möchte, geht zu einem Vortrag mit dem Titel "Als ich mit dem Papst U-Bahn fuhr". Man kann auch eine ganz praktische Anleitung für Leute mit "zwei linken Händen" fürs Dübeln und Schrauben bekommen. Eine wichtige Hilfe finden Eltern in der "Elternschule", wobei die Verpflichtung auf 10 Abende sich für manche Eltern doch als hohe Hürde herausgestellt hat.

Malen für Demenzkranke ist im Programm, weil "durchs Malen oft seltsame Dinge passieren" und man Betroffene zu Reaktionen und Äußerungen bewegen könne, sagte Schultes. Bei den Sprachkursen gibt es fortführende Kurse mit Prüfungen, Einbürgerungskurse und Integrationskurse. Nicht nur von Fachbereichsleiterin Rudolph wurde bedauert, dass die Zulassungen für Integrationskurse vom Bundesamt zurückgehalten würden und die Bereitschaft der Menschen zu lernen gebremst werde. "Das entscheiden wir nicht, aber wir rennen gegen eine Wand", sagte Rudolph.

Im Bereich der Schulabschlüsse sprach VHS-Leiter Wolfgang Merkle von einem dringenden Bedarf an Englisch-Lehrern. Beim Rückblick auf das Projekt "Talentcampus", bei dem Flüchtlingskindern mit einem kulturellen Angebot soziale Kontakte und Selbsterfahrung vermittelt werden konnten, kam der Fachbereichsleiter ins Schwärmen.

Außerdem nahm der Ausschuss erfreut zur Kenntnis, dass der Antrag auf ein Inklusionsprojekt bei der "Aktion Mensch" nach einjähriger Vorarbeit endlich für drei Jahre bewilligt wurde und mit 250 000 Euro unterstützt wird. Der Bescheid kam im letzten Monat.