Interview „Schöne Abwechslung zum Theater-Alltag“

Maximilian Mayer, dem Tamino der diesjährigen Staufer Festspiele Maximilian Mayer, dem Tamino der diesjährigen Staufer Festspiele
Maximilian Mayer, dem Tamino der diesjährigen Staufer Festspiele Maximilian Mayer, dem Tamino der diesjährigen Staufer Festspiele © Foto: Foto: Staufer-Festspiele
Göppingen / SWP 25.08.2018

Maximilian Mayer singt bei den Staufer-Festspielen in Göppingen im September in Mozarts „Die Zauberflöte“ den Prinzen Tamino. Über sich und die Festspiele spricht der junge Tenor in einem Interview.

Sie sind fest am Staatstheater in München engagiert. Im Sommer kann man Sie auf Festspiel-Bühnen wie bei den Staufer-Festspielen erleben? Was macht den Reiz einer Festspielproduktion aus?

Maximilian Mayer: Es ist eine schöne Abwechslung zum Theater-Alltag. Man kann an spannenden Spielorten singen, neue Städte und Länder entdecken und natürlich auch neue Leute kennenlernen.

Bei den Staufer-Festspielen singen Sie die Hauptrolle des Tamino ...

Es ist natürlich eine große Herausforderung, da jeder die Arien dieser Rolle kennt und Aufnahmen von großen Sängern wie zum Beispiel Fritz Wunderlich im Kopf hat. Aber ich freue mich auch sehr darauf, schließlich kann ich die Partie sowieso nur mit meiner eigenen Stimme singen und ich versuche einen eigenen Stil zu finden und meine Persönlichkeit in die Rolle einfließen zu lassen.

Was muss man mitbringen, um eine so große Partie zu bewältigen?

Ausdauer, Disziplin und das passende Timbre.

Sie haben Gesang in Wien studiert, der Stadt, in der Mozart die Zauberflöte komponierte und uraufführte. Hat Mozart einen besonderen Stellenwert für Sie?

Mozart ist mir tatsächlich schon während des Studiums oft begegnet und ich werde sicher auch in den nächsten Jahren noch viel Mozart singen, weil mir seine Partien momentan stimmlich sehr gut liegen. Seine Musik kann man sehr gut und schnell lernen, weil die Melodien sofort ins Ohr gehen und man bekommt sie dann nur sehr schwer wieder aus dem Kopf heraus.

Sie singen bei großen Festivals in Österreich und Deutschland, wie würden Sie die Atmosphäre in Göppingen beschreiben?

Ich mag die Atmosphäre sehr. Es ist sehr familiär und ich hab mich vom ersten Tag an hier sehr wohl gefühlt. Es wird sich sehr um die Sänger gekümmert und darauf geschaut, dass es jedem gut geht. Das sind oft nur Kleinigkeiten, aber die erzielen große Wirkung.

Wie empfinden Sie die Werfthalle als Festspielhaus für Opern?

Natürlich hat die Werfthalle nicht den Charme eines barocken Theaters, aber das macht es wiederum so spannend. Ich finde die Inszenierung passt sehr gut in die Halle hinein und es ist auf jeden Fall eine tolle Abwechslung auf einer so außergewöhnlichen Bühne zu spielen. Aus meiner Sicht als Sänger ist es nur schade, dass wir mit Mikrophonen verstärkt werden müssen.

Bei den Staufer-Festspielen arbeiten Sie mit ähnlich jungen Kollegen.

Es ist ein sehr junges und frisches Ensemble. Jeder ist hochmotiviert und die meisten singen ihre Partie zum ersten Mal. Das bringt natürlich sehr viel Energie und Spielfreude mit sich. Aber es ist auch wichtig mit älteren Sängern zusammen zu arbeiten, die ihre jahrelange Erfahrung mit den jungen Kollegen teilen.

Worau freuen Sie sich denn bei der Produktion am meisten?

Wenn sich nach vielen Wochen Probenarbeit zum ersten Mal alles zusammenfügt. Chor, Solisten, Orchester, Kostüme, Maske und Licht. Das ist oft ein magischer Moment.

Worauf darf sich Ihrer Meinung nach das Publikum freuen?

Ich denke, dass viele Zuschauer von den Videoanimationen beeindruckt sein werden. Zusammen mit der spritzigen Inszenierung und einem hochenergetischem Ensemble wird das sicher ein sehr unterhaltsamer und unvergesslicher Opernabend, wie man ihn nicht an vielen Theatern erleben kann.

Info Das Interview wurde der NWZ-Redaktion vom Veranstalter, der Staufer Festspiele Göppingen gGmbH, zur Verfügung gestellt.

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