Interview  Vorfreude auf die Blasmusik

Der Chef des Blasmusik-Kreisverbands, Roland Ströhm, ist in doppelter Funktion beim Festival dabei.
Der Chef des Blasmusik-Kreisverbands, Roland Ströhm, ist in doppelter Funktion beim Festival dabei. © Foto: Ulrike Luthmer-Lechner
Göppingen / Ulrike Luthmer-Lechner 05.06.2018
Roland Ströhm freut sich bereits auf das Göppinger Blasmusikfestival am 14. Juni.

In doppelter Funktion ist diesmal Roland Ströhm beim NWZ-Blasmusikfestival dabei: Als engagierter Vorsitzender des Blasmusik-Kreisverbandes Göppingen und aktiv auf der Bühne als Dirigent des Musikverein Eislingen. Ehrenamtlich und mit viel Herzblut als Musiker und Dirigent lebt er seine Leidenschaft für Rhythmus und Takt. In diesem Jahr wurde er für 50 Jahre Musizieren mit der Ehrennadel in Gold mit Diamant vom Blasmusikverband Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Herr Ströhm, wie begann Ihre musikalische Karriere?

Roland Ströhm: Als neunjähriger Bub lernte ich das Klarinetten- und Saxophonspiel beim Musikverein Eislingen und zu diesen Wurzeln bin ich vor drei Jahren zurückgekehrt – als Dirigent. Dazwischen liegen viele Jahre, Erfahrungen und Erinnerungen.

Was zum Beispiel?

Nun, ich war knapp 20 Jahre beim Landesblasorchester (LBO), dort spielte ich von 1981 bis 2000 Klarinette. 1990 wurde ich zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, von 1996 bis 1999 war ich dann erster Vorsitzender beim LBO. Eine spannende Zeit. Seit 1977 bin ich Ausbilder für Klarinette und Saxophon in verschiedenen Vereinen und seit 1985 Dozent für die beiden Instrumente bei den D-Lehrgängen des Blasmusik-Kreisverbandes Göppingen. Seit 2013 bin ich Mitglied als Klarinettist bei der Bläserphilharmonie Rhein-Main und seit 2008 Vorsitzender des Blasmusik-Kreisverbandes Göppingen.

Wie kam dann der Griff zum Taktstock zustande?

Ich hatte schon immer den Drang, nicht nur Einzelstimmeninterpret zu sein. Daher habe ich vor über dreißig Jahren begonnen, diverse Dirigentenseminare  zu besuchen. Nach mehreren Stationen als Dirigent begann ich im Jahr 2000 beim Städtischen Orchester Waiblingen als Musikdirektor und seit drei Jahren bin ich Dirigent des Musikvereins Eislingen.

Sie stehen dieses Jahr erstmals als Dirigent des Musikvereins Eislingen auf der Bühne. Lampenfieber?

Es ist eine neue Herausforderung, der ich sehr gerne entgegensehe, aber Lampenfieber habe ich eher weniger. Ich freue mich auf den Einsatz mit meinem hochmotivierten  Orchester und auch, dass der Musikverein Eislingen den Zuschlag zur Teilnahme erhalten hat

Was treibt Sie zu Ihrem Ehrenamt an und was ist Ihre Kraftquelle?

Zum einen natürlich die Liebe zur Musik, zum anderen die Aufgabe, 42 Mitgliedsvereine repräsentieren zu dürfen, so wie etwa beim Blasmusikfestival. Im Verband ist immer Bewegung und gemeinsam mit meinem großartigen Team sehen wir uns als Dienstleister für unsere Vereine. Immer neue Kraft gibt mir meine liebe Frau und das hervorragende Klima innerhalb des Kreisverbandes, denn der Ton macht die Musik, auch zwischenmenschlich. Kameradschaft, Harmonie und gegenseitige Achtung sind die wichtigen Bausteine für ein gutes Miteinander.

Welche Bedeutung hat das NWZ-Blasmusikfestival für die Mitgliedsvereine?

Das größte Konzertereignis im Landkreis erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, sowohl bei den Besuchern als auch bei den Kapellen.  Das zeigen uns die Bewerberzahlen, denn es sind immer viel mehr als die notwendigen acht. Dies beweist auch, dass die teilnehmenden Musikvereine Freude an der Wertschätzung des Publikums haben.

Zur Person

Roland Ströhm, der Vorsitzende des Blasmusik-Kreisverbands, ist im Hauptberuf Verkehrsingenieur und liebt, neben der Musik, das Kochen und seinen Nutzgarten.

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